Buchen unter Beschuss:

Forstamt stoppt Kugelhagel

Nicht jeder Schuss ist ein Treffer beim Tontauben-Schießen des Darguner Schützenvereins. So manche Schrotladung geht auch daneben und schlägt dann irgendwo im Wald ein – mit unübersehbaren Folgen. Deshalb gibt es jetzt eine rigorose Auflage von der Behörde.

Eine lange und hohe Bretterwand soll den Buchenbestand in Dargun vor weiterem Beschuss schützen.
Torsten Bengelsdorf Eine lange und hohe Bretterwand soll den Buchenbestand in Dargun vor weiterem Beschuss schützen.

Rot-weißes Flatterband und gelbe Warnschilder sollen all zu Neugierige davon abhalten, das Waldstück hinter dem Darguner Schießplatz zu betreten. Ab und zu verirrt sich dann aber doch einmal ein Spaziergänger hierher und steht dann plötzlich mitten im Wald vor einer ziemlich monströs wirkenden Bretterwand.

Freiwillig haben die Schützen aber nicht zur Säge gegriffen, um den Schutzwall aufzubauen. Ihnen drohte ein Verbot einer ihrer beliebtesten Übungen – dem Tontaubenschießen. Seit Mitte der 1990er-Jahre legen die Darguner auf ihrem Schießplatz bereits auf Tonscheiben an. Das ist mittlerweile auch den umstehenden Buchen deutlich anzusehen. Deswegen stellte der Forstamtsleiter die Schützen vor die Wahl: Entweder ihr lasst euch etwas einfallen. Oder die Anlage wird gesperrt.

Das Forstamt hat die schusssichere Pappelholz-Wand inzwischen genau inspiziert und geprüft, ob sie vielleicht nicht doch noch einige Schrote durchlässt. „So wie sie jetzt ist, können wir das akzeptieren. Es gab bei der Abnahme keine Einwände“, muss nun Forstamts-Chef Neise nicht mehr um seine Buchen bangen.