Grüner Teppich im Hafen:

Freizeitskipper schlagen Kraut-Alarm

Die Hobbykapitäne sind aufgeschreckt. Warum die Pflanzen in diesem Jahr derart in die Höhe schießen, ist aber noch ein Rätsel. Und auch die Frage, wie man dem Grünzeug begegnen kann, ist alles andere als geklärt.

Die Boote liegen in den Boxen in einem grünen Teppich.
Torsten Bengelsdorf Die Boote liegen in den Boxen in einem grünen Teppich.

Nur mit Mühe und Not erreichte der Segler mit seinem schwachen Motor den Liegeplatz. Das Boot kämpfte sich regelrecht durch einen dichten Teppich von Krautpflanzen. „Der kam hier gerade noch so vorbei“, erzählt Ralf Kiehn, der mit seiner Motoryacht in Salem festgemacht hat. Immer mal wieder nimmt auch der Skipper aus Woggersin den Bootshaken zur Hand, um das Grünzeug aus dem Wasser zu fischen. „Ist bestimmt nicht gut, wenn das in die Schraube kommt“, meint er.

Am Steg gegenüber kämpft derweil ein Bootseigner aus dem Raum Rostock mit dem triefenden Grünzeug. „Der Wasserstand ist gerade so niedrig, dass die Pflanzen auch schnell an der Oberfläche sind“, sagt er.

Was das Kraut in diesem Sommer derart in die Höhe schießen lässt, ist noch ziemlich unklar. „Es ist absolut extrem“, findet auch Malchins Hafenmeister Reinhard Dorn. Er vermutet die hohen Temperaturen hinter dem ungezügelten Wachstum und hätte da auch eine Lösung für den verkrauteten Hafen: einfach abmähen.

Doch so eine Unterwasser-Aktion ist nicht gerade billig. „Und wir müssen ehrlich sagen: Das Geld haben wir nicht.“ Und so muss auch der Hafenmeister einräumen, dass gegen den grünen Teppich derzeit kein Kraut gewachsen ist. Das Einzige wäre: die Pflanzen einfach rausreißen.

Doch das werden die Bootsbesitzer wohl eher allein besorgen müssen. „Was bleibt uns auch weiter übrig, mein Boot war bereits manövrierunfähig. Zumindest bis zur Schraubentiefe muss das Zeug raus“, findet einer der Bootsführer.

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