Bauarbeiten:

Gasrohrleger kommen nicht von der Stelle

Gas, Wasser, Asphalt - das ist die Reihenfolge der Bauarbeiten in der Magistrale von Gnoien. Parallel zu arbeiten, um Zeit und Kosten zu sparen, ist diesmal nicht drin.

Die Bauleute sind mittlerweile am Rathaus angekommen. Einen endgültigen Termin für die Fertigstellung der Gasleitung will derzeit aber niemand nennen.  
Eberhard Rogmann Die Bauleute sind mittlerweile am Rathaus angekommen. Einen endgültigen Termin für die Fertigstellung der Gasleitung will derzeit aber niemand nennen.  

Was sich derzeit auf der Hauptverkehrsader der Warbelstadt tut, dürfte eher ein Vorgeplänkel sei. Denn die eigentliche große Straßenbaumaßnahme in der Ortsdurchfahrt B 110  steht unmittelbar bevor.  Für Autofahrer und Passanten sind indes die aktuellen Baustellen im Gehwegbereich der Friedenstraße schon ziemlich nervend.

Zumal jetzt noch bis zum Wochenende die Einmündung der Teterower Straße voll gesperrt ist. Hier werden seit Wochen im Auftrag des Energieversorgers EON edis Gasleitungen verlegt. Ein Umstand, den die Bürger mit Kopfschütteln quittieren. Wenn man die Straße schon einmal aufreißt, um die Kanalisation zu verlegen, dann hätte man die Gasrohre doch gleich mit einbuddeln können, so die allgemeine Meinung. Die auch Bürgermeister Hans Georg Schöner teilt. Zumal die Erneuerung der Straße seit über einem Jahr auf der Agenda steht und der Zweckverband Wasser/Abwasser Mecklenburgische Schweiz sich in seiner Planung  für den Bau der Kanalisation ja auch terminlich darauf eingestellt habe.

Dabei weist Schörner darauf hin, dass diese Kooperation in der Stadt jahrelang gut funktioniert habe. Als Beispiel hat er die Arbeiten in der Mühlenstraße parat. Warum ist das diesmal anders, ausgerechnet bei einer so exponierten Baumaßnahme in der Lebensader der Stadt? Die Antwort von EON edis fällt knapp aus. „Wir hatten uns an das Straßenbauamt Güstrow gewandt und unser Vorhaben dort vorgestellt. Es war nicht gewünscht, dass das mit den dort geplanten Arbeiten zusammengeht“, antwortet Firmensprecher Michael Elsholtz auf Nachfrage unserer Redaktion.

Das will Ronald Normann, Leiter des angesprochenen Straßenbauamtes, so nicht stehen lassen. „Quatsch“, kommentiert er. Die Gasversorger seien gekommen, als die Planungen für den Straßenbau fertig waren - auf den letzten Drücker sozusagen. „Außerdem wollten sie vor der Heizperiode fertig sein. Das ging nun wirklich nicht zusammen, denn wir beginnen im September. Folglich haben wir ihnen ein Zeitfenster von Mai bis Ende August eingeräumt“, beschreibt Ronald Normann die Situation. Und einen weiteren Umstand führt er ins Feld, der dagegen spricht, die Bautätigkeit parallel laufen zu lassen. Die Gasrohre werden im Bereich der Gehwege verlegt.

Im Zuge des Straßenbaus werde jedoch ein Teil der Gehwege für die Fahrbahn auf der Baustellenumfahrt genutzt.  Zudem sei die Bautätigkeit in der Straße für Passanten schon Belastung genug. Wenn dann auch noch die Gehwege dicht gemacht würden, gäbe es für sie in der Hauptstraße stellenweise gar kein Durchkommen mehr. Das sei unzumutbar, gibt Bauamtsleiterin Susanne Dräger zu bedenken. Das angesprochene Zeitfenster ist eigentlich schon seit dem letzten Wochenende zu. Die Bauleute stehen deshalb erheblich unter Druck, zum Abschluss der Arbeiten zu kommen. Denn eines steht für den Chef des Güstrower Straßenbauamtes außer Frage: „Wenn wir kommen, werden sie verschwunden sein.“

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