Bildergalerie zum Jubiläum auf dem Hexenplatz:

Geben Salemer Hexen ihre Besen doch weiter?

Sie sind in die Jahre gekommen. Daraus machen die Frauen aus dem Heimatverein Gorschendorf keinen Hehl. Aber ihr Abgesang zum 20. Hexenfest in Salem am Kummerower See wurde dann doch nicht einfach so hingenommen.

Die Hexen von Salem am Kummerower See gaben bei ihrem 20. Fest noch einmal alles, um den Winter zu vertreiben.
Simone Pagenkopf Die Hexen von Salem am Kummerower See gaben bei ihrem 20. Fest noch einmal alles, um den Winter zu vertreiben.

20 Jahre und Schluss. So hatten es sich die Salemer Hexen gedacht. Auch wenn ihnen die Entscheidung mächtig schwer gefallen war. Aber auch sie seien nun mal in die Jahre gekommen. Den Älteren zwickt's inzwischen im Kreuz, den Besen müssten sie wohl gegen einen Rollator tauschen, bekannten sie am Sonnabend auf dem legendären Hexenplatz. Nichtsdestotrotz setzten sie dort noch einmal alles daran, den Winter zu vertreiben – und Nachwuchs-Hexen zu gewinnen. „Wir brauchen wirklich ein bisschen Hilfe”, so Iris Völker, Vorsitzende des Vereins für Kulturarbeit und Heimatpflege Gorschendorf, der das Hexenfest nun zum 20. Mal organisierte.

Die Idee hatten seinerzeit Angelika und Arno Süssig aus der Eifel mitgebracht. Der erste Hexen- und Geisterumzug von Gorschendorf nach Salem lockte dann auch gleich rund 400 Teilnehmer. Davon war man man Sonnabend allerdings weit entfernt, als die Organisatoren des Hexenfestes versuchten, den Umzug zum Jubiläum noch einmal aufleben zu lassen. „Wir mussten feststellen, dass viele den Weg wohl doch nicht mehr schaffen und meiden”, bemerkte Jens Peters, den viele auch als Clown Flori kennen und der das Hexenfest seit ein paar Jahren unterstützt.

Den Abgesang der Hexen wollte er nicht hinnehmen. „Ich hatte ein paar schlaflose Nächte, aber ich habe es geschafft.” Zehn neue Hexen habe er gewinnen können, aus einer Demminer Tanzgruppe. Heißt: Es soll weiter gehen auf dem Hexenplatz in Salem. „Der Platz ist total cool. Das Fest ist cool. Das darf nicht einschlafen”, bekräftigte Jens Peters.