Trauriges Seehund-Jubiläum:

Gedenktafel für tote Robbie

Ein Jahr ist es jetzt her, dass der Besuch der kleinen Seehund-Dame in Malchin ein so tragisches Ende nahm. Die Malchiner haben ihren exotischen Gast aber nicht vergessen.

Auf der neuen Tafel ist Robbie noch einmal abgebildet - so wie die Malchiner die Seehund-Dame in Erinnerung behalten wollen.
Torsten Bengelsdorf Auf der neuen Tafel ist Robbie noch einmal abgebildet - so wie die Malchiner die Seehund-Dame in Erinnerung behalten wollen.

Wer beim schönen Frühlingswetter der vergangenen Tage einen Ausflug zu Malchins Tourismusinsel Koesters Eck unternahm, konnte es eigentlich nicht übersehen. Am dortigen Sanitärgebäude hängt jetzt eine Tafel, die Malchins berühmtestem Gast des vergangenen Jahres gewidmet ist.

Über mehrere Wochen war der Peenekanal damals das Revier der Seehund-Dame Robbie, die schnell zum Liebling der Malchiner wurde. Dass sich ein Seehund so weit ins Binnenland vortraut, war schon eine kleine Sensation, die bundesweit Schlagzeilen machte. So kamen die Robbie-Fans selbst von weit her nach Malchin, um die Seehund-Dame einmal mit eigenen Augen zu sehen.

Doch dann das tragische Ende. Am 7. März des Vorjahres - auch daran erinnert jetzt die kleine Gedenktafel - starb Robbie auf Grund gleich mehrerer Erkrankungen. Ein Tierarzt versuchte noch, Robbie zu retten. Doch es war zu spät. "Mit dieser Tafel erinnert die Stadt Malchin an die Seehündin, die die Herzen so vieler Menschen eroberte", steht auf dem kleinen Schild geschrieben. "Es ist zwar nur eine kleine Tafel, aber doch besser als gar nichts", meinte am Wochenende ein Spaziergänger auf Koesters Eck.

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Kommentare (2)

Trotz der traurigen Nachricht ein erfreulicher Bericht, weil wieder deutlich wird, vieviele Freunde unsere Robben haben! Ganz zu Recht, es sind liebenswerte und hoch interessante Tiere, die wir schützen sollten! Allerdings ist der Tod der jungen Robbe ein natürlicher Vorgang, denn Seehunde und Robben ganz allgemein werden durch die Natur selbst, vor allem eine hohe Sterblichkeit im Jugendalter reguliert. Etwa 30-40 % sterben im Verlauf des ersten Lebensjahres. Das ist im Einzelfall so wie hier traurig, aber dient der Erhaltung gesunder Seehundbestände. Die homepage der Seehundstation Nationalparkhaus Norden/Norddeich in Niedersachsen enthält viele detaillierte Infos über Robben, auch ein Besuch ist hier absolut empfehlenswert! Alternativ kann man Seehunde und Kegelrobben auch in Friedrichskoog in Schleswig Holstein kennenlernen, ohne sie in ihrem natürlichen Habitat zu beeinträchtigen. Wichtig ist bei freilebenden Robben: Genügend Abstand halten, Hund unbedingt an die Leine, auf gar keinen Fall anfassen - das ist nicht nur strafbar, sondern auch mit gesundheitlichen Risiken verbunden....

Wer nicht gleich bis an die Nordsee fahren will kann auch die Robbenforschungsstation in Rostock-Warnemünde (http://www.marine-science-center.de) besuchen.