Innenstadt verödet:

Geht nun auch noch Rossmann?

Nach mehreren Geschäftsschließungen in der Teterower Innenstadt brodelt die Gerüchteküche: Die Drogeriekette plane als letzter großer Magnet, ihren Standort in der Malchiner Straße aufgeben.

Die Drogeriekette gilt als Flagschiff des Einzelhandels in der Teterower Innenstadt. Wer hier etwas kauft, schaut oft auch noch in anderen, kleineren City-Geschäften vorbei.
Eberhard Rogmann Die Drogeriekette gilt als Flagschiff des Einzelhandels in der Teterower Innenstadt. Wer hier etwas kauft, schaut oft auch noch in anderen, kleineren City-Geschäften vorbei.

Auf dem Teterower Wochenmarkt war es am Dienstag immer wieder zu hören: Die Drogeriekette Rossmann plane einen Umzug von der Innenstadt in den ehemaligen Aldi-Markt an der Poggestraße. Dass zu Monatsbeginn der Edeka-Markt vor dem Malchiner Tor schloss, hat offenbar die Gerüchteküche in der Bergringstadt angeheizt. Der namhafte Drogeriemarkt gilt vielen Teterowern als das Flaggschiff des Einzelhandels in der Innenstadt. Wenn dieser auch noch die Segel streichen sollte, wäre das in den Augen vieler der GAU schlechthin.

Bürgermeister Reinhard Dettmann nimmt diese Befürchtungen ernst, doch aus seiner Sicht sind sie unbegründet. "Es liegt uns keine Information vor, dass Rossmann die Absicht hätte, den derzeitigen Standort aufzugeben", sagte er auf Nordkurier-Nachfrage. Im übrigen habe die Stadt kaum Einfluss auf unternehmerische Entscheidungen. Bei Verkaufsflächen unter 800 Quadratmetern haben Unternehmen in ihren Entscheidungen weitgehend freie Hand.

In der Firmenzentrale von Rossmann in Burgwedel bei Hannover ist man erstaunt über die Anfrage aus dem Herzen Mecklenburg-Vorpommerns. "Es handelt sich in der Tat um Gerüchte. Ein Umzug unserer Verkaufsstelle in Teterow ist nicht geplant", sagt Unternehmenssprecher Stephan-Thomas Klose. Seit zehn Jahren befindet sich das Fachgeschäft in der Malchiner Straße, sieben Mitarbeiter sind dort beschäftigt. Stephan-Thomas Klose räumt ein, dass die Verkaufsfläche mit 400 Quadratmetern mittlerweile etwas zu klein sei für das vollständige Sortiment. Auch hätte sich die Wettbewerbslage in Teterow verändert. "Aber wir haben dort viele Stammkunden, die wir selbstverständlich nicht im Stich lassen wollen."

 

 

 

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