Gang zur Wahlurne:

Gemeinde droht der dreifache Wahlstress

Die Bürgermeister-Neuwahl mit der Landtagswahl zu verbinden, das wird in Lelkendorf nicht klappen. Deswegen müssen sich die Anwohner der Gemeinde mindestens zwei Termine in den Kalender eintragen. Mindestens.

Im schlimmsten Fall müssen die Lelkendorfer drei Mal den Weg zur Wahlurne antreten. Zwei Termine stehen fest, ein dritter Wahlgang würde bei einer Stichwahl notwendig werden.
Eckhard Kruse Im schlimmsten Fall müssen die Lelkendorfer drei Mal den Weg zur Wahlurne antreten. Zwei Termine stehen fest, ein dritter Wahlgang würde bei einer Stichwahl notwendig werden.

Mit dem tragischen Tod von Eggo Habelt müssen im Amt Mecklenburgische Schweiz nun gleich zwei Bürgermeisterstühle neu besetzt werden. Der Lelkendorfer Amtschef war nach einem schweren Sturz im Krankenhaus verstorben. Nun braucht die Gemeinde einen Nachfolger. Der Groß Wokerner Bürgermeister Wolfgang Beltz wird sein Amt nach vielen Jahren als Gemeindeoberhaupt niederlegen.

Doch die Groß Wokerner können zur Landtagswahl am 4. September auch gleich mit ankreuzen, wen sie in Zukunft als neues Gemeindeoberhaupt sehen wollen. Das geht in Lelkendorf nicht, informierte Jens Behn, Leitender Verwaltungsbeamter des Amtes Mecklenburgische Schweiz.

Dass heißt im Endeffekt: Die Lelkendorfer müssen sich mindestens auf doppelten Wahlstress einstellen. Sie werden am 4. September und dann schon wieder am 9. Oktober an die Wahlurne gerufen. Beim ersten Mal können sie die Landtagskandidaten bestimmen, beim zweiten Mal ihren neuen Bürgermeister. Bei einer möglichen Stichwahl könnte es sogar noch einen dritten Wahltermin geben. „Das wäre dann am 23. Oktober“, so Behn. Doch müssen die Lelkendorfer tatsächlich so oft wählen gehen?

Für Jens Behn gibt es da keine andere Möglichkeit. „Alles andere ist zeitlich nicht umsetzbar“, begründete er. Denn die Wahlvorschläge müssen 75 Tage vor dem Termin eingereicht werden. Zuerst müsste das Amt Mecklenburgische Schweiz aber die Bekanntmachung veröffentlichen. Beim Wahltermin am 4. September hätten die Kandidaten dann nur noch drei Tage Zeit, ihre Unterlagen einzureichen. Das sei zu knapp. Das werde der Landkreis nicht genehmigen, schätzte Behn ein, der auch als Wahlleiter im Amt fungiert.

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