Rückbau in Malchin:

Genossenschaft schröpft Block um drei Etagen

Bisher hatte nur die Wohnungsgesellschaft in Malchin die Abrissbagger vorfahren lassen. Doch nun zieht die Genossenschaft am Zachow nach. Obwohl: Ganz platt machen will sie das Wohnhaus nun auch wieder nicht.

Das Zachow-Wohngebiet verliert immer mehr Einwohner. Jetzt reagiert auch die Wohnungsgenossenschaft mit Rückbauplänen.
Eckhard Kruse Das Zachow-Wohngebiet verliert immer mehr Einwohner. Jetzt reagiert auch die Wohnungsgenossenschaft mit Rückbauplänen.

Das Wohngebiet am Zachow wird wohl im nächsten Jahr weiter schrumpfen. Erstmals hat jetzt die Wohnungsgenossenschaft den Rückbau von Wohnungen angekündigt. Im kommenden Jahr sollen die Hausnummern 23 bis 26 am Zachow um drei Etagen kleiner gemacht werden, bestätigte Vorstand Kerstin Mahnke am Montag gegenüber dem Nordkurier. Für den Rückbau sei ein Antrag auf Fördermittel gestellt worden. Die betreffenden Mieter seien bereits vor einigen Wochen informiert worden, erklärte Frau Mahnke. Mit dem Rückbau will die Genossenschaft den Leerstand in den Griff bekommen. Die Genossenschaft hatte über viele Jahre trotz immer weiter sinkender Einwohnerzahlen gar keinen Anlass für einen Rückbau gesehen. Ganz anders dagegen Malchins Vermieter Nummer 1 - die Wohnungsgesellschaft. Sie hat im Stadtgebiet bereits mehrere Blöcke komplett verschwinden lassen, einen auch am Zachow. Das hatte zwischen den beiden Unternehmen in der Vergangenheit bereits zu Spannungen geführt. Einige Wogema-Mieter hatten nach dem Auszug aus Abriss-Häusern nämlich bei der Genossenschaft eine neue Bleibe gefunden. Dabei hatten doch beide Vermieter das Städtebauprogramm ISEK unterschrieben und sich damit praktisch zum Rückbau verpflichtet.

Der Wogema gehören nach Aussage ihres Geschäftsführers Günter Busse derzeit nur noch drei Wohnblöcke am Zachow - und auch hier stehen viele Wohnungen leer. „Wir prüfen jedes Jahr unsere Rückbauliste und wollen auch da ran“, sagt Busse. Wie ein Rückbau aussehen könnte, ist aber noch nicht klar. Ganz oben auf dieser Prioritätenliste stehen weiterhin zwei Wohnblöcke im Ortsteil Remplin, um die im vergangenen Jahr einige Mieter verbissen gekämpft hatten. Einen Abriss hatten sie damit erst einmal verhindert. Doch inzwischen habe auch das Schweriner Bauministerium bei einer Besichtigung die beiden Wohnhäuser in der Schlossstraße als städtebaulichen Missstand eingestuft. Dadurch fühlt sich die Wogema nun erneut bestärkt in ihrer Absicht, die beiden Blöcke doch noch irgendwann loszuwerden.

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