Premiere für neuen Wobbler:

Gestatten? Der neue Schrecken aller Raubfische

Angeblich soll der neue Wobbler gleich beim ersten Auswurf die Hechte zum Biss verleiten. Für den Tourismusverband hat der am Mittwoch in Kummerow vorgestellte Köder aus Zedernholz aber noch eine ganz andere Bedeutung.

Angelladen-Inhaber Wolfgang Bremer (links) und Sebastian Paetsch von den Müritzfischern schwören auf die neuen Wobbler.
Torsten Bengelsdorf Angelladen-Inhaber Wolfgang Bremer (links) und Sebastian Paetsch von den Müritzfischern schwören auf die neuen Wobbler.

Der kleine, gängige Köder zappelte gerade erst einige Augenblicke im Wasser, da war auch schon der erste Barsch zur Stelle und zupfte an dem Wobbler. So ein lustiges Ding hatte er wahrscheinlich noch nie gesehen – schon gar nicht im Wasser an der Kummerower Mole. Wahrscheinlich deshalb war der Barsch dann aber doch eher misstrauisch und biss lieber nicht zu. Das wäre ja auch zu schön gewesen.

An anderen Stellen hätte der neue Wobbler gefräßige Hechte sofort zubeißen lassen und dank der zwei Drillingshaken sei der Raubfisch auch nicht mehr losgekommen, berichtet Bert Balke. Der Geschäftsführer des Tourismusverbandes „Mecklenburgische Seenplatte“ ist ziemlich überzeugt davon, dass der sogenannte 1000-Seen-Wobbler etwas ganz Besonderes ist. Nur 300 Stück gibt es davon – jedes ein Unikat aus Zedernholz und aufwendig bemalt in verschiedenen Farbvariationen. Im Hafen von Kummerow erlebte er am Mittwochnachmittag seine Premiere.

Angeltourismus für die Seenplatte besonders wichtig

Mit dem außergewöhnlichen Raubfisch-Köder will der Tourismusverband auf die vielen Angelreviere der Seenplatte aufmerksam machen. Empfohlen wird der Wobbler denn auch gleich von den Experten – den Müritzfischern. Der Prokurist des Unternehmens, Sebastian Paetsch, schwärmt vor allem von der Peene: „Geiles Anglerrevier, einmalig diese Artenvielfalt.“ Völlig unverbaut sei der Fluss, weshalb die Urlaubsangler häufig gar nicht wüssten, von wo aus sie die Angelroute auswerfen sollen. Paetsch, dessen Unternehmen Hauptgesellschafter der Salemer Fischer ist, empfiehlt ein Kajak oder ein leichtes Boot. Der Angeltourismus sei für die Seenplatte besonders wichtig, um auch außerhalb der Hauptsaison, wenn nicht so viel los ist, noch mehr Urlauber in die Region zu locken.

Am Kummerower See fiel am Mittwochnachmittag erst einmal kein Raubfisch auf den neuen Wobbler herein. Auch nicht weiter schlimm. Was tröstet: Der Köder ist ein echter Hingucker und könnte schnell zu einem Liebhaberstück werden. Bekommen kann man ihn unter anderem in der Touristinformation in Dargun und im Angelgeschäft von Wolfgang Bremer auf „Koesters Eck“ in Malchin.

 

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