Warnstreik bei Pfanni:

Gewerkschaft rechnet mit rund 100 Teilnehmern

Die Obst- und Gemüseindustrie in Mecklenburg-Vorpommern sei nach einer Studie sehr leistungsfähig. Doch das zeigt sich anscheinend nicht bei den Löhnen.

Schon im April wurde das Stavenhagener Pfanni-Werk bestreikt.
Eckhard Kruse Schon im April wurde das Stavenhagener Pfanni-Werk bestreikt.

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat am Montag die rund 200 Beschäftigten des Stavenhagener Pfanni-Werks offiziell zum Warnstreik aufgerufen. Jörg Dahms, Regional-Geschäftsführer der NGG, rechnet damit, dass sich am Mittwoch mindestens 100 Teilnehmer an dem Ausstand beteiligen werden. Der Warnstreik ist von 8 bis 16 Uhr geplant.

Der Streik sei notwendig, weil die Ernährungsindustrie sich weigere, die “Mecklenburger Entgelte“ an das Westniveau anzugleichen, so Dahms. Mecklenburg-Vorpommern habe in der Obst- und Gemüseindustrie leistungsfähige Unternehmen. Laut einer Studie der Nord LB vom 26. Mai dieses Jahres habe dieser Industriezweig im Land pro Mitarbeiter im Jahr 2014 einen Umsatz von 286.690 Euro erwirtschaftet. Das seien 30.000 Euro mehr als der Bundesdurchschnitt.

„Angesicht der hohen Bedeutung der Ernährungsindustrie für Mecklenburg-Vorpommern ist es nicht nachvollziehbar, dass die Kolleginnen und Kollegen, die in den bundesweit modernsten Betrieben arbeiten, gegenüber ihren Schwesternbetrieben im Westen mit bis zu 350 Euro weniger abgespeist werden“, sagt Jörg Dahms.

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