Mecklenburger Motorradtreffen:

Gnoiener Biker brechen mit Malchin

Jahrelang kamen zum Mecklenburger Motorradtreffen auch stets mehrere Hundert Biker, die sich zuvor in Gnoien versammelt hatten. Doch diese Zeiten sind vorbei. Die Organisatoren der Motorrad-Ausfahrten können nicht mehr so richtig miteinander.

Den großen Biker-Tross aus Gnoien zum Malchiner Motorradtreffen wird es vorerst nicht mehr geben.
Torsten Bengelsdorf/ NK-Archiv Den großen Biker-Tross aus Gnoien zum Malchiner Motorradtreffen wird es vorerst nicht mehr geben.

Hin und wieder klingelt bei Ralf Vathje in diesen Tagen das Telefon. Wann denn nun die große Ausfahrt zum Malchiner Biker-Treffen starten soll, wird der Gnoiener Motorradhändler immer wieder gefragt. Immerhin waren die Gnoiener jeweils mit einigen Hundert Bikern dabei. Im vergangenen Jahr allerdings schon nicht mehr. „Da hatten wir noch den Straßenbau in Gnoien. Da ging das wirklich nicht“, sagt Vathje. Und jetzt? Auch diesmal wird das Mecklenburger Motorradtreffen in Malchin auf die Gäste aus Gnoien verzichten müssen. Vathje macht nicht mehr mit in Malchin.

„Es ist bitter. Und es hat auch immer Riesenspaß gemacht. Viele Biker sind extra nach Gnoien gekommen. Und wir sind dann sehr geordnet alle nach Malchin gefahren. Das hatte echt Stil“, erinnert sich Vathje, der gerade zum 30-jährigen Bestehen seines Betriebes im Gnoiener Gewerbegebiet groß angebaut hat. Der Trubel beim Biker-Treffen in Malchin sei nicht mehr ganz nach dem Geschmack der Gnoiener gewesen. „Viele unserer Leute wollen es einfach etwas ruhiger haben. Gerade für unsere Kunden organisieren wir da ganz besondere Ausfahrten, etwa nach Österreich oder Norwegen. Allerdings nur im kleinen Rahmen“, berichtet Vathje.

Es gibt wohl aber auch noch einen anderen Grund. Die Gnoiener, die zur großen Ausfahrt nach Malchin dazu gestoßen waren, sollten nämlich wie alle anderen Gäste auch Eintritt für das Malchiner Festgelände bezahlen. Selbst dann, wenn sie sich nur mit einer Bockwurst stärken wollten. Das kam aber offenbar gar nicht gut an.

„Was soll ich denn machen?“, wehrt Reinhard Hassemer, der Veranstalter des Biker-Treffens, ab. Lediglich einige Sponsoren würden Freikarten für das Festgelände bekommen. Alles andere ließe sich doch gar nicht kontrollieren. Für Hassemer hat es auch sein Gutes, dass Vathje nicht mehr mit dabei ist: „Wenn bei solch einer Veranstaltung nur einer das Sagen hat, ist das immer am besten.“ Und dann ist Hassemer auch ziemlich sicher, dass trotzdem noch einige Gnoiener Biker nach Malchin kommen werden: „Und die bezahlen dann auch.“

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