Großer Schreck zum Schluss:

Gnoiener Peking-Radler verpasst Heimflug

Die größte Tragödie kam am Ende seiner Reise. Thomas Schröder, der mit dem Fahrrad von Gnoien nach Peking gefahren ist, hat seinen Rückflug verpasst. In der Heimat wurde schnell improvisiert, um die Rückkehr ihres Helden doch noch zu sichern.

Dieses Foto postete Thomas Schröder, kurz nachdem er seinen Flug verpasste.
Thomas Schröder Dieses Foto postete Thomas Schröder, kurz nachdem er seinen Flug verpasste.

"Das Flugzeug ist ohne mich los!" teilte der Gnoiener Peking-Radler Thomas Schröder den Lesern seines Online-Tagebuchs mit. Offensichtlich hatte sich der Gnoiener auf dem Flughafen in Peking verirrt und seinen Flug verpasst. Ein pikantes Detail schob er hinterher: "Mein Visum endet heute am 22. September." Ortszeit: 1.30 Uhr. Eine schnelle Lösung musste her, wobei ein erster Anruf bei der deutschen Botschaft ihm folgendes versicherte: Noch an diesem Tag muss er das Land verlassen, sonst hat er ein richtiges Problem.

In der Heimat setzten sich sofort ein paar Freunde zusammen und arbeitet am Plan B. Ein neues Ticket musste her, wobei der Peking-Fahrer selbst bereits sein letztes Geld für Souvenirs ausgegeben hatte. Alternative Flüge fanden die Freunde schnell, doch zum Bezahlen fehlte ihnen eine Kreditkarte. So telefonierten sie sich in der Nacht durch den ganzen Ort und fanden schließlich in Form des Bürgermeisters Lars Schwarz einen spontanen Helfer. Er legte das Geld aus und Thomas Schröder konnte mit mehr als 20 Stunden Verspätung doch noch den Flughafen und das Land fristgerecht verlassen.

Radfahrer in Berlin erwartet

Nach etwa elf Stunden Flugzeit wird Schröder noch an diesem Vormittag in Berlin erwartet. Dort wollen ihn einige Freunde abholen und nach Hause bringen. An ihrem ursprünglichen Plan wollen sie zudem festhalten: Ab Finkenthal will Thomas Schröder in einem Fahrradkorso die letzten Kilometer bis Gnoien wieder auf seinem Rad zurücklegen. Dort erwarten ihn um 18 Uhr seine Fans und wollen die Rückkehr ihres Botschafters feiern. Zumindest, wenn bis dahin nicht noch mehr schief geht.

Vor fünf Monaten startete Thomas Schröder seine Fahrradtour in Gnoien. In 146 Tagen fuhr er etwa 11 453 Kilometer bis nach Peking. Auf den nun wesentlich teureren Rückflugkosten wird er wohl nicht sitzen bleiben. "Ich gebe 100 Euro zum Flugticket dazu. Das sind mir die 150 Tage dauernde fesselnde Fahrradpost wert", schrieben bereits Leser seiner Facebook-Seite.

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