Feuerwehr rückt aus:

Großalarm im Pektinwerk

Über 100 Feuerwehrleute aus neun Wehren eilten am Freitagabend in das Malchiner Industriegebiet. Was hier passiert sein sollte, wird hoffentlich so nie geschehen.

Alle verfügbaren Kräfte rückten zum Pektinwerk aus.
Torsten Bengelsdorf Alle verfügbaren Kräfte rückten zum Pektinwerk aus.

So einen gewaltigen Rettungs-Einsatz hat Malchin schon lange nicht mehr erlebt: Zahlreiche Feuerwehren eilten am Freitagabend in das Malchiner Industriegelände. Ihr Ziel: das Pektin-Werk. Was sie hier erwarten würde, war den Kameraden zunächst auch nicht klar. 

In der Werkstatt des Betriebes war ein Brand mit starker Rauchentwicklung ausgebrochen. Drei Mitarbeiter wurden vermisst. Die zuerst anrückende Malchiner Feuerwehr konnte mit Atemschutz zwei Personen rasch bergen. Doch wo war die dritte? Der Mann lag an einem Behälter mit Chemikalien, der leck geschlagen war. Hier musste nun der Chemikalien-Zug anrücken. Und als ob das noch nicht reicht, wurde auch noch ein weiteres Feuer gemeldet. Diesmal hatten sich leicht brennbare Stoffe entzündet.

"Das ist ein wahres Worst-Case-Szenario", erklärte Produktionsleiter Olav Schulz. Als sich die Feuerwehrleute die verletzten Personen anschauten, war dann schnell klar: Das sind nur Puppen. Und das Ganze war nur eine Übung. "Es ging uns vor allem um die Zusammenarbeit der Rettungskräfte. Doch die Feuerwehren sollten auch die Bedingungen vor Ort kennenlernen, falls hier wirklich einmal etwas passiert", sagte Schulz.

100 Feuerwehrleute der Wehren Malchin, Stavenhagen, Neukalen, Gielow, Ivenack, Basedow, Faulenrost, Remplin und Kummerow waren an der Übung beteiligt. Das Pektinwerk übergab schließlich der Malchiner Feuerwehr zwei Chemikalien-Schutzanzüge. "Als Dankeschön für die Bereitschaft", wie Olav Schulz sagte.

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