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Grundschüler müssen weiter stehenbleiben

Weil in einem Schülerbus in der Mecklenburgischen Schweiz regelmäßig knapp 20 Grundschüler keinen Sitzplatz haben, gibt es nun Ärger mit den Eltern und der Schulleitung. Doch das Busunternehmen bleibt stur.

Die Matgendorfer Erstklässler steigen in Jördenstorf zuerst in den Schülerbus ein. Dennoch müssen manche von ihnen stehen.
Eckhard Kruse Die Matgendorfer Erstklässler steigen in Jördenstorf zuerst in den Schülerbus ein. Dennoch müssen manche von ihnen stehen.

Mehr als 35 Sitzplätze sind für die Grundschüler nicht drin. Das Regionale Busunternehmen Rebus sieht weiterhin kein Problem darin, dass der reine Grundschülerbus zur Matgendorfer Grundschule an jedem Morgen nur über 35 Sitzplätze verfügt. Die restlichen 17 bis 19 Jungen und Mädchen müssten auf dem Weg zwischen dem Umsteigeplatz in Jördenstorf bis nach Matgendorf stehen.

Eltern und Schulleitung der Regionalen Schule „Heinrich von Thünen“ hatten wiederholt auf das Problem aufmerksam gemacht und mehr Sitzplätze für die Kinder gefordert. Denn es sind immerhin zehn Kilometer – inklusive einer gefährlichen Kurve. Schulleitung und Angehörige meinten, dass alle Kinder sitzen müssten. Denn bei diesem Bus handele es sich um einen reinen Bus mit Grundschülern von Klasse 1 bis 4.

Das Problem könnte bestehen bleiben

Das Busunternehmen hatte jetzt noch eine Fahrgastzählung durchgeführt, um genaue Daten zu haben – und bleibt dabei. „Die zusätzliche Fahrgastzählung hat ergeben, dass die Buskapazitäten gegenwärtig ausreichend sind“, informierte Geschäftsführerin Simone Zabel.

Schulleiter Jens Görke hofft jetzt auf das kommende Schuljahr. „Wir werden wieder 40 Schüler in der 1. Klasse haben“, sagte er. Deswegen wünscht er sich auch eine neue Lösung – vielleicht mit zwei Bussen. Denn sonst würden noch mehr Kinder stehen müssen. „Für das neue Schuljahr laufen jetzt die Planungen“, so Rebus.