Mängel im Tiergehege:

Haben die Esel im Park wirklich was zu maulen?

Esel, Ponys und Co bräuchten viel mehr Pflege, fordern jetzt Malchiner auf Facebook. Einige stellen sogar die Spenden-Aktion für warmes Badewasser infrage. Für das Tiergehege wäre das Geld besser angelegt, heißt es.

Zum Maulen: Die Malchiner machen sich Sorgen um ihre Tiere im Stadtpark.
Ricoh/R8 Zum Maulen: Die Malchiner machen sich Sorgen um ihre Tiere im Stadtpark.

Da hat es eine Tierfreundin wohl nicht mehr ausgehalten: Ein kleiner Zettel flatterte am Wochenende am Zaun des Malchiner Tiergeheges. Er war an den Besitzer der Tiere gerichtet. „Ich wollte fragen, ob ich die Ponys und den Esel vielleicht striegeln könnte. Ich würde jeden Tag vorbeikommen und sie sauber machen. Ich mache es ehrenamtlich (umsonst)“, war auf dem Zettel zu lesen. Ist der Mini-Zoo wirklich schon auf solche Hilfsangebote angewiesen?

Im sozialen Netzwerk Facebook melden jetzt jedenfalls viele Leute Zweifel an, ob es den Tieren wirklich gut geht. „Die Tiere brauchen einfach viel mehr Pflege“, findet Jana Hildebrandt. Die Anlage sei ein schöner Anlaufpunkt sowohl für Kinder als auch für Erwachsene. Dennoch müsse hier etwas passieren. Es wäre doch toll, wenn sich auch Kinder um die Tiere kümmern und sie auch einmal durch den Park führen könnten, schlägt Jana Schmagler vor und schreibt weiter: „Das wird mit den aktuellen Tieren wohl nicht mehr gehen. Die sind ja überhaupt keine Zuneigung gewöhnt. Mir als Pferdefan blutet beim Anblick der Hufe und des Restes echt das Herz.“

Lieber kaltes Wasser als arme Tiere

Bis auf den Esel hätten die Tiere sehr schlechte Zähne und auch ihr Fell bräuchte unbedingt Pflege, meint Mandy Wegner beobachtet zu haben.Vielleicht sollte für das Tiergehege ein Spendenaufruf gestartet werden, schlägt sie vor. Eine Art Schulpatenschaft kann sich dagegen Katrin Mittelbach vorstellen.

Doch auch solche Meinungen sind auf Facebook zu finden: „Vielleicht sollte man die Spenden für das Peenebad für das Tiergehege nutzen.“ Anstatt das Badewasser zu erwärmen, sollte man erst einmal die Tiere richtig pflegen, das seien schließlich Lebewesen, fordert Carsten Lange. Dass es den Tieren nicht gut gehe, sei doch offensichtlich, so Sandra Heidel. „Anstatt Gelder zu verschwenden, sollte es endlich dort eingesetzt werden, wo es wirklich gebraucht wird. Denn wir haben vor 20 Jahren und mehr auch ohne Beheizung des Wassers im Peenebad gebadet.“

Nach Ansicht von Rathaus-Sprecher Thomas Koch werden die Tiere allerdings durchaus den Umständen entsprechend gut versorgt. Zweimal am Tag würden sie gefütter, auch der Hufschneider komme regelmäßig. „Ein Problem ist die Umzäunung. Das Holz fault weg und muss erneuert werden“, räumt Thomas Koch ein. Doch immerhin hat die Stadt nun vor, das Gehege zu erweitern. Das Angebot auf dem Zettel wird die Stadt dagegen wohl nicht annehmen. „Da sind auch immer Versicherungsfragen zu beachten. Wenn etwas passiert, hätte der Stadtbauhof die Verantwortung“, so der Rathaus-Sprecher.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung