Bauzeit überstanden:

Händler loben Bauarbeiter und ärgern sich über Gerüchte

Die Bauarbeiten an der Malchiner Einkaufsstraße sind nach acht Monaten so gut wie beendet. Die Händler und Gewerbetreibenden atmen auf. Ganz zufrieden sind sie jedoch nicht, vor allem mit der Stadtverwaltung.

Noch ist die Malchiner Steinstraße gesperrt. Gern hätten die Händler das Ende der achtmonatigen Bauarbeiten gemeinsam mit ihren Kunden gefeiert.
Iris Diessner Noch ist die Malchiner Steinstraße gesperrt. Gern hätten die Händler das Ende der achtmonatigen Bauarbeiten gemeinsam mit ihren Kunden gefeiert.

Die neuen Fahrradständer haben noch ein Plastikkleid an, große Säcke mit Abfall stehen ebenfalls herum. Aber sonst sieht die Malchiner Steinstraße schon sehr fertig aus. Viele Malchiner warten darauf, dass sie auch endlich wieder befahren werden kann. Zu denen gehören an erster Stelle die Händler und Gewerbetreibenden und ihre Kundschaft. Oder ist die gar weggeblieben bei einer Baustelle vor der Tür?

Pleite-Gerüchte sind unwahr

"Nein, unsere Stammkunden haben uns die Treue gehalten", sagt Renate Uhlenhaut von der Farms-Fleischerei. Natürlich habe man am Umsatz gemerkt, dass einige Leute den Weg durch die Baustelle doch lieber nicht gewagt haben. Aber manche Ängste seien doch unbegründet gewesen, versichert die Fleisch-Verkäuferin. Denn die Bauarbeiter hätten sich sehr entgegenkommend gezeigt. Bei manchem Rollator wurde mit angepackt und Einkaufsbeutel der Kunden ebenfalls von ihnen über den Graben gehoben.  "Aber außer den Bauarbeitern hat sich so richtig keiner für uns interessiert", sagt Renate Uhlenhaut. Sie hätte sich gewünscht, dass vielleicht auch mal jemand von der Stadtverwaltung sich erkundigte, wie es denn läuft.

In das Lob über die Bauarbeiter stimmt auch Arite Köppe mit ein, die eine Modeboutique betreibt. Vielleicht hörten jetzt auch die Gerüchte auf, dass in der Steinstraße Händler durch den Straßenbau in die Pleite getrieben wurden. "Das ist über fast jeden von uns hier behauptet worden", weiß Arite Köppe. Natürlich habe die Baustelle manchen abgeschreckt. "Aber ich kenne niemanden, der hier deswegen sein Geschäft schließen muss", sagt sie. Vielmehr habe sich in dieser Zeit ein Zusammenhalt der Händler untereinander, aber auch mit den Kunden gezeigt, der sei einfach schön gewesen.

Vernüftige Schilder müssen her

"Wenn ich ehrlich bin, ich hatte mir das alles schlimmer vorgestellt", erklärt auch Fritz Möller vom gleichnamigen Fotohaus. Die Straße sei richtig schick geworden. Aber es fehle noch eine vernünftige Beschilderung, meint er. Man könne zwar lesen, dass eine Stunde Parken erlaubt sei, aber nicht von wann bis wann dies gilt. Außerdem sollte es auch ein Schild geben, das eine Sperrung anzeigt, wenn die Straße gereinigt wird.

Froh, dass jetzt nicht mehr soviel geputzt werden muss, ist Cornelia Klasen, die Connys Sportshop betreibt. Sie habe ebenfalls ziemlichen Bammel vor der Baustelle gehabt. "Aber das Internet macht uns mehr zu schaffen als die Bauarbeiten", sagt sie. Schade finde sie, dass niemand so richtig über den offiziellen Eröffnungstermin informiert habe. "Wir hätten doch ein gemeinsames Fest auf die Beine stellen können", meint sie.

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