Bundesweiter Wettbewerb:

Hat Gessin die schönste Straße?

Die Nachbarn der Nachbarschaftsinitiative „Mittelhof Gessin“ nimmt am Wettbewerb „Die schönste Straße Deutschlands“ teil. Der Verein hat sich dafür ein neues Projekt ausgedacht. Der Entertainer Mike Krüger und andere entscheiden.

Der Pumpenplatz an der Dorfstraße ist in Gessin zu einem Kleinod und zu einem beliebten Treffpunkt geworden. Ob es für einen Preis reicht, das wird sich am 19. September entscheiden.
Thomas Koch Der Pumpenplatz an der Dorfstraße ist in Gessin zu einem Kleinod und zu einem beliebten Treffpunkt geworden. Ob es für einen Preis reicht, das wird sich am 19. September entscheiden.

Über 100 Bewerbungen haben Deutschlands Nachbarn schon eingereicht und täglich werden es mehr. Die Projekte sind vielseitig: von bunt bepflanzten Wegen und Verkehrsinseln über ein eingestricktes Haus bis zum Bahnwaggon als Nachbarschaftstreff. Allen gemein ist, dass die Anwohner ihr Wohnumfeld noch schöner und lebenswerter gemacht haben.

Gessin, der kleine Ortsteil der Gemeinde Basedow, will auch Bundessieger werden. Früher war die Wasserpumpe der Mittelpunkt des dörflichen Lebens. Jetzt wollen die Gessiner diesen alten Treffpunkt wiederbeleben. Bänke, Geschichtstafeln und mehr machen den Ort wieder zum Zentrum der Nachbarschaft. Mit diesem Projekt haben sich die Nachbarn nun beim Wettbewerb „Die schönste Straße Deutschlands“ von Netzwerk Nachbarschaft und Hagebaumarkt beworben.

„Wir haben in den vergangenen Jahren mit viel ehrenamtlichem Engagement versucht, den Platz an der Dorfstraße wieder zu einem Treffpunkt im Ort zu machen. Ein Spiel- und Bolzplatz wurden angelegt, die alte Pumpe wieder aufgebaut, Sitzmöglichkeiten geschaffen“, erzählt Bernd Kleist vom Mittelhof-Verein.

Noch ist nichts entschieden. Zehn Bundessieger können ein Preisgeld von je 5000 Euro gewinnen. Die prominent besetzte Jury wählt am 19. September die Sieger aus. Klare Vorstellungen von einer preiswürdigen Nachbarschaft hat Autor und Illustrator Janosch: „Die schönste Straße ist da, wo die Leute so gern durch die Straße gehen, dass sie dafür einen Umweg machen.“

Er hat für die Sieger eigens ein originelles Straßenschild kreiert. In der Jury sitzt unter anderem auch Mike Krüger. Mit Nachbarschaftswettbewerben hat Gessin bereits gute Erfahrungen gemacht. 2006 wurden die Gessiner von der damaligen Bundesbildungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) als beste Nachbarn in Mecklenburg-Vorpommern ausgezeichnet.

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