Gutachten da:

Haustiere von wilden Hunden totgebissen

Die blutigen Streifzüge haben in Gottin etliche Haustiere das Leben gekostet. Vorsichtsmaßnahmen scheinen zu wirken. Ein Wolf wird als Täter inzwischen ausgeschlossen. Doch die weiteren Ermittlungen ziehen sich auffallend zäh dahin.

Aufmerksam wacht der Ziegenbock über seine Herde. Hinter dem hohen Metallzaun können sich die Tiere offenbar sicher fühlen. Andere hatten da weniger Schutz.
Eberhard Rogmann Aufmerksam wacht der Ziegenbock über seine Herde. Hinter dem hohen Metallzaun können sich die Tiere offenbar sicher fühlen. Andere hatten da weniger Schutz.

Die Dorfstraße in Gottin spiegelt Frühlingsstimmung. Nichts deutet darauf hin, dass hier vor sechs Wochen hungrige Raubtiere ihr Unwesen trieben. Bei mehreren Attacken waren etliche Schafe und Kaninchen den Räubern zum Opfer gefallen.

Jetzt steht definitiv fest: Ein Wolf war es nicht. Auf Nachfrage im Landwirtschaftsministerium sagt dessen Sprecherin Eva Klaußner-Ziebarth: „Nach einer Vor-Ort-Beurteilung durch einen geschulten Rissgutachter konnte ein Wolf als Verursacher ausgeschlossen werden. Vielmehr ist von einem oder mehreren kräftigen Hunden als Verursacher auszugehen.“

Angelegenheit erledigt?

Wohin aber führt die Hundespur? Bis jetzt ins Nichts. Wessen Hunde die tödlichen Attacken auf dem Kerbholz haben, konnte von der Ordnungsbehörde nicht ermittelt werden. Das räumt Jens Behn, Leiter der Amtsverwaltung Mecklenburgische Schweiz, offen ein.

Für den Beamten ist die Angelegenheit damit anscheinend erledigt. Man habe getan, was möglich war. Nämlich die Hundehalter aufgefordert, ihre Tiere befriedet zu halten, das heißt im Zwinger oder einem abgeschlossenen Grundstück. Außerdem war die Straßenbeleuchtung nachts durchgehend eingeschaltet.

Die Reaktionen im Dorf fallen trotzdem unterschiedlich aus. „Ich war neulich mit unserem Hund unterwegs. Da kam ein großer Hund auf uns zugeprescht. Am Hals ein Stück abgerissener Kette, etwa zwei Finger breit. Zum Glück trennte uns ein Zaun. Ich weiß nicht, was ansonsten passiert wäre...“, sagt eine Anwohnerin.

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Kommentare (1)

Die Behörden haben die Kontrolle über die Hunde verloren. Auf dem Lande wildern sie, in der Stadt kacken sie die Wäscheplätze und Kinderspielplätze voll. Hauptsache die Hundesteuer kassiert! Die meisten auf dem Dorf wissen doch wem diese Tiere gehören und wenn einer einen umlegt kommt der Tierschutz undder Mensch ist der Böse. Deutsche gestze eben.... lächerlich...