Steuerheft aus dem Jahr 1673 aufgetaucht:

Historische Schrift sorgt für Aufsehen

Auf einem Flohmarkt in Ulm ist jetzt eine Abgaben-Broschüre aus dem Jahr 1673 aufgetaucht. Das Heft ist inzwischen in Malchin.

Bürgermeister Axel Müller will das 341 Jahre alte Schriftstück ins Museum bringen oder in der Stadtinformation ausstellen.
Torsten Bengelsdorf Bürgermeister Axel Müller will das 341 Jahre alte Schriftstück ins Museum bringen oder in der Stadtinformation ausstellen.

Wenn das noch so etwas wie eine Weihnachtsüberraschung werden sollte, dann ist sie wohl gelungen: Das Rathaus hat eine historische Malchiner Schrift aus dem Jahr 1673 erhalten. Das Heft enthält Angaben über Steuern und Abgaben beispielsweise für Schafe, Ziegen und Felder. Außerdem geht aus den alten Aufzeichnungen hervor, welcher Stand welche Zinslast zu tragen hat. Das Original-Dokument  – es trägt die Aufschrift „Contribution-Edict gegeben zu Malchin den 26. Septembris Anno 1673 – hatte ein Mann aus Idar Oberstein auf einem Flohmarkt in Ulm erworben und es dann an die Stadt Malchin geschickt, wie Bürgermeister Axel Müller (CDU) berichtet. „Ich habe mich jetzt bei dem Mann bedankt und nachgefragt, welche Beziehung er denn zur Stadt Malchin hat“, erklärte Müller. „Vielleicht können wir uns bei diesen Steuerabgaben noch etwas abgucken“, meinte der Bürgermeister scherzhaft.

Dass die Stadt mit Hilfe der historischen Steuerschrift ihre aktuellen Finanzprobleme lösen könnte, ist wohl eher nicht zu erwarten. Dennoch schätzt Müller den Wert des Steuer- und Abgabenbuches recht hoch ein: „Es ist immerhin ein Original. Wir werden es jetzt entweder ins Museum bringen und dort zeigen oder aber in der Stadtinformation ausstellen.“

Wie das historische Dokument von Malchin auf einen Flohmarkt der Universitätsstadt in Baden-Württemberg gekommen ist, lässt sich wohl nicht mehr nachvollziehen.

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