Plötzlich gibt es zwei Vereine:

Imkerkrieg auf der Ziddorfer Bienenweide

Wegen Streitigkeiten haben die Teterower Imker die "Ziddorfer Bienenweide" verlassen - trotz des attraktiven Standorts an der Wassermühle. Sie suchen nun einen neuen Standort für ihr Projekt mit Kindern. Doch auch die Ziddorfer wollen nicht ohne Bienen sein und machen einfach ihr eigenes Ding.

Ein großzügiges schönes Areal bietet der Park hinter der Wassermühle für touristische Zwecke - und für Bienen.
Simone Pagenkopf Ein großzügiges schönes Areal bietet der Park hinter der Wassermühle für touristische Zwecke - und für Bienen.

Summen und Stechen auf der "Bienenweide": Der Teterower Imkerverein, der sich bislang mit viel Engagement in der Ziddorfer Mühle samt Park eingebrachte, hat sich dort zurückgezogen. "Der Standort war perfekt. Wir haben in die Arbeit mit Kindern viel Fleiß und Geld gesteckt. Aber die Zusammenarbeit mit dem Mühlenverein, sprich dessen Chefin Susanne Conrath, war mitunter frustrierend", resümiert der Vereinsvorsitzende der Teterower Imker, Siegfried Erdmann, auf Nordkurier-Nachfrage.

Er spricht von Unzuverlässigkeit und Handeln ohne Absprachen. Zudem sah der Imker seine Kompetenz mehrfach angezweifelt. Deshalb will der Verein seinen traditionellen Imkertag in diesem Jahr in der Teterower Jugendherberge begehen statt in Ziddorf. Da die Jugendherberge aber kein langfristiger Standort für die Bienenschauprojekte mit Kindern sei, suche man nun händeringend einen geeigneten Platz dafür.

Dann gibt es eben zwei Imkertage

Einen Imkertag wird es aber auch an der Wassermühle wie geplant geben, auch ohne den Teterower Verein. Dass der dem Mühlenverein gekündigt hat, bedauert Susanne Conrath, ohne sich näher über die Gründe zu äußern. Sie wünscht schlicht eine "weitere positive Zusammenarbeit". In Ziddorf habe man unterdes "aufgrund vieler Nachfragen von Interessenten" einen neuen Imkerverein gegründet, teilte sie mit. Dessen Gründungsmitglieder würden Schulungen besuchen und praktisch ausgebildet. Fleißig wie die Bienen strickt man hier am Vernetzungsgedanken, schwirrt aus, um ein Zusammenwirken mit anderen Imkervereinen zu erwirken.

Das hört sich zukunftsträchtig an. Doch noch immer ist der Verbleib des Mühlenvereins in der Wassermühle über dieses Jahr hinaus ungewiss. Susanne Conrath und die Gemeinde können sich noch nicht über das Finanzielle einigen.