Altreifen-Lager:

Investor will Malchins große Gummi-Halde beräumen

Seit Jahren rotten tausende Altreifen im Malchiner Gewerbegebiet vor sich hin. Nun zeichnet sich eine Lösung ab, gegen die es allerdings auch Bedenken gibt.

Sommer- und Winterreifen - hier liegt einfach alles herum. Für die Stadt Malchin war die Entsorgung der Gummi-Halde bisher zu teuer.
NK-Archiv Sommer- und Winterreifen – hier liegt einfach alles herum. Für die Stadt Malchin war die Entsorgung der Gummi-Halde bisher zu teuer.

Sie sollten alle noch einmal aufgearbeitet werden, die tausenden Reifen, die seit vielen Jahren am Rande des Malchiner Gewerbegebietes „Am Mühlenfeld“ vor sich hin rotten. Doch die Recyclingfirma, die die abgefahrenen Pneus einst hierher holte, ging pleite. Und der Stadt, auf deren Grundstück die Reifen mehr und mehr vergammeln, ist das Aufräumen zu teuer. Mindestens 100 000 Euro würde dies kosten.

Es könnte sich nun aber doch noch jemand finden, der Interesse daran hat, das Reifenlager abzuräumen. Ein Investor interessiere sich für ein fast 30  000 Quadratmeter großes, direkt an der Bahnstrecke liegendes Grundstück im Gewerbegebiet, teilte die Stadtverwaltung jetzt mit. Auf 8000 Quadratmeter dieser Fläche liegen die Reifen herum. Der Investor sei bereit, diese Altlasten zu beseitigen, erklärte Bürgermeister Axel Müller.

Die Stadtvertreter haben der Fotovoltaikanlage im Gewerbegebiet bereits mehrheitlich zugestimmt. Obwohl es Bedenken gibt: Wenn die Sonnen-Module hier erst einmal stehen, ist das Areal für 20 Jahre ausgebucht. Die Stadt würde zwar Pachteinnahmen erzielen, eine anderweitige Vermarktung ist in diesem Zeitraum aber ausgeschlossen. Allerdings steht das Gewerbegebiet ohnehin in weiten Teilen immer noch leer. Die Malchiner Stadtvertreter hatten zuletzt im Jahr 2012 eine Fotovoltaik-Freiflächenanlage am Strauchwerder genehmigt.