Bolzplatz in Gefahr:

Investoren wollen neues Wohngebiet schaffen

Wo in Malchin einst die Blumenschule stand, sollen jetzt Eigenheime entstehen. Diese Pläne wird vor allem für eine Gruppe für eine große Enttäuschung sorgen.

Selbst die Markierungen sind auf dem roten Tartan-Belag noch gut zu erkennen. Trotzdem soll der Sportplatz der ehemaligen Blumenschule verschwinden.
Torsten Bengelsdorf Selbst die Markierungen sind auf dem roten Tartan-Belag noch gut zu erkennen. Trotzdem soll der Sportplatz der ehemaligen Blumenschule verschwinden.

Die Pläne für eine Wohnbebauung an der Malchiner Blumenstraße sind offenbar bereits konkreter als bisher bekannt. Die Stadtverwaltung verhandelt derzeit mit einer Interessengruppe, hat aber mit den Investoren Stillschweigen vereinbart. Entsprechend eines Bebauungsplanes, den es für dieses Gebiet an der Malchiner Stadtgrenze seit 2002 gibt, sollen hier Wohnhäuser entstehen. Ein Problem ist allerdings eine Trinkwasserleitung, die das Bebauungsgebiet kreuzt und nun aufwendig umverlegt werden muss. Allein dafür seien Kosten in Höhe von 87.000 Euro nötig, die die Investoren zu tragen hätten.

Das hochwertigste Grundstück werde für sie der Sportplatz der ehemaligen Blumenschule sein, heißt es dazu aus der Stadtverwaltung. Eine Gruppe junger Leute hatte im Frühsommer mit einem Sport- und Kinderfest auf diesen immer noch nutzbaren Bolzplatz aufmerksam gemacht, der der einzige öffentliche Sportplatz in der Stadt wäre.

Im Falle einer Bebauung müsste er dann aber verschwinden. Das hat eine Überprüfung der Stadtverwaltung jetzt ergeben. Der B-Plan weise hier Bauteppiche ausschließlich zur Wohnbebauung aus. Bestandsschutz habe die 1994 angelegte und bis heute gut erhaltene Sportstätte damit nicht.

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