Gemütlicher Treffpunkt in Gefahr:

Ist das Familienzentrum Malchin noch zu retten?

Die Räume am Steintor sind zu einem beliebten Treffpunkt in Malchin geworden. Doch das Sozialwerk kann die Miete nicht mehr bezahlen. Eine Spenden-Aktion ist keine Dauerlösung.

Der bei vielen Malchinern beliebte Treffpunkt in der Steinstraße steht vor einer unsicheren Zukunft.
Torsten Bengelsdorf Der bei vielen Malchinern beliebte Treffpunkt in der Steinstraße steht vor einer unsicheren Zukunft.

Es war ein richtiger Glücksfall für die Handarbeitsfrauen, dass sie in der Steinstraße 24 einen neuen Treffpunkt fanden. Der Frauenbund hatte zuvor seine Räume in der Bahnhofstraße schließen müssen. Und auch für andere Gruppen scheint das Sozialwerk der Freikirche mit seinem Familienzentrum in der Steinstraße einen Volltreffer gelandet zu haben. Neben vielen Veranstaltungen treffen sich hier etwa eine Yoga-Gruppe, Pflege-Eltern oder die Hausaufgabenhilfe.

Doch nun sieht es so aus, als ob das Familienzentrum  drei Jahre nach seiner Eröffnung  schließen muss. Seit einigen Monaten bereits zahlt die Freikirchliche Gemeinde  keine Miete mehr, bestätigt der Geschäftsführer der Malchiner Wohnungsgesellschaft (Wogema), Günter Busse. Bis Mitte des Jahres ist Malchins größter Vermieter bereit, der Freikirche die Zahlungen für sechs Monate zu erlassen. „In dem Familienzentrum wird wirklich etwas gemacht, was Malchin auch braucht. Hier gehen viele Menschen ein und aus“, ist Günter Busse überzeugt. Doch auf Dauer könne er nun ein mal nicht auf die Miete verzichten.

Wie aber konnte es passieren, dass dem Sozialwerk das Geld ausgeht? „Wir hatten hier ein sogenanntes Brückenprojekt zu laufen – ein Integrationsprojekt für Migranten“, erklärt Gemeindepädagogin Ruth Dahms. In diesem Projekt waren auch die Mietkosten enthalten. Nun ist es beendet und es fließt auch kein Geld mehr. „Es reicht im Moment nur für die Nebenkosten“, sagt Frau Dahms. Wogema-Geschäftsführer Günter Busse versucht deshalb, nun bereits über eine Spendenaktion im Unternehmungsnetzwerk RUN das Familienzentrum zu unterstützen. Das Geld könne erst einmal eine Hilfe sein. Doch retten wird es die Einrichtung in der Steinstraße auf Dauer kaum.

Das Sozialwerk ist mittlerweile dabei, über neue Projekte auch Zuschüsse für die Mietkosten zu bekommen. „Wir setzen alles daran, das Familienzentrum in der Steinstraße weiterzuführen“, so Ruth Dahms. Ob das wirklich gelingt, ist derzeit aber noch völlig offen.

 

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