Winterdienst bleibt trotz Glätte im Hof:

Ist ein falscher Wetterbericht schuld?

Der Winterdienst des Straßenbauamts Güstrow fährt nur los, wenn der Wetterbericht Schnee und Eis angesagt hat. Doch die Freitag-Ansage stimmte am Montag offenbar nicht mehr. Drei Unfälle passierten.

Glatte Straßenpassagen sorgten am Montag für drei Unfälle in der Region. Nun steht die Frage, wie es dazu kommen konnte.
Eckhard Kruse Glatte Straßenpassagen sorgten am Montag für drei Unfälle in der Region. Nun steht die Frage, wie es dazu kommen konnte.

„Wo ist der Winterdienst?“ Das hat sich am Montagmorgen manch ein Autofahrer gefragt. Wer schon gegen 6 Uhr mit dem Pkw zur Arbeit rollte, wunderte sich über die glatten Straßen. Teilweise konnte man wegen extremer Glätte nur im Schritttempo fahren. „Es ist doch wieder Schulzeit, da müssen die Hauptverkehrsstraßen doch eigentlich frei sein“, meinte eine Autofahrerin.

Im Bereich Stavenhagen waren wegen der Glätte zwei Autos von der Straße gerustscht. Eines landete bei Ivenack im Straßengraben auf der Seite. Eines kam bei Zwiedorf von der Straße ab, die Fahrerin verletzte sich. Und bei Neu Panstorf (Amt Malchin) stellte sich ein Laster quer und sorgte für einen langen Stau (der Nordkurier berichtete). Sowohl die B 104 als auch die L 273 zwischen Stavenhagen und Altentreptow mussten zeitweise gesperrt werden.

Burkhard Kohn, stellvertretender Leiter des Straßenbauamts Güstrow, erklärt, warum die Straßen morgens so glatt waren. Die zuständige Straßenmeisterei Stavenhagen sei erst ab 7 Uhr zum Streuen von Stavenhagen losgefahren. Denn der Wetterbericht hatte für die Nacht von Sonntag zu Montag keine gefrierende Nässe gemeldet. „Wir planen unsere Einsätze anhand des Wetterberichts. Aus Potsdam gibt uns der Straßenwetterinfodienst speziell auf unsere Regionen und die einzelnen Straßenmeistereien abgestimmte Informationen“, sagt Burkhard Kohn. In der Regel würden diese auch zutreffen.

Das Problem: Die letzte Wettervorhersage für die Straßenmeisterei Stavenhagen stammt von Freitag. Darin sei von Plus-Temperaturen die Rede gewesen. Die Straßenmeisterei musste nicht mit Glatteis rechnen. Dass die Vorhersagen nicht stimmten, sei indes schon öfter vorgekommen, so Burkhard Kohn. Auch am zweiten Weihnachtsfeiertag seien Straßen glatt gewesen – obwohl Temperaturen von drei bis fünf Grad gemeldet waren. Schuld an den unvorhersehbaren Temperaturschwankungen sei für ihn der seltsame Winter in diesem Jahr. Immer noch kein Schnee, teilweise Temperaturen wie im Frühling.

 

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