Bessere Unterbringung:

Jördenstorfer Notunterkunft wird dicht gemacht

Die Berufsschule in dem kleinen Ort wird nicht weiter als Quartier für Flüchtlinge genutzt. Dass die Proteste der Zugewanderten die schnelle Schließung bewirkt haben, bestreitet der Landkreis aber. Und präsentiert stattdessen eine andere Begründung.

Die Flüchtlinge protestierten gegen die Unterbringung und blockierten die Landesstraße.
Stefan Tretropp Die Flüchtlinge protestierten gegen die Unterbringung und blockierten die Landesstraße.

Erst protestieren Flüchtlinge in Jördenstorf, dann wird die Behelfsunterkunft sehr rasch geschlossen. Michael Fengler, Sprecher des Landkreises Rostock betont zwar, dass es dabei keinen Zusammenhang gibt. Tatsache ist aber, dass Zugewanderte vor zwei Wochen die Landesstraße sperrten und der Landkreis kurzfristig entschieden hat, die Notunterkunft in der ehemaligen Berufsschule zu schließen.

Eigentlich wollte der Landkreis Rostock mit der Auflösung der Notunterkunft warten, bis die zweite Gebäudehälfte im ehemaligen Lehrlingswohnheim gleich gegenüber saniert ist. Dort sind die Wohnverhältnisse auch wesentlich komfortabler. Jetzt werden die Flüchtlinge in Gemeinschaftsunterkünften in Güstrow und weiteren Städten sowie in Wohnungen untergebracht, informierte Fengler. Das sei möglich, weil sich die Situation um die Zuwanderung entspannt hat. Im Januar seien noch 270 Flüchtlinge im Landkreis angekommen, im März sind es bis jetzt nur 79.

Die Schließung der Notunterkunft im Schulhaus sei ohnehin geplant gewesen, so Fengler. Auch die anderen Notunterkünfte im Landkreis werden geschlossen. In Waldeck sei dies schon geschehen. Als nächstes seien die Notunterbringungen in Kühlungsborn und Kägsdorf an der Reihe.

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