Neues altes Asylbewerberheim:

Jürgenstorf noch nicht bereit für Flüchtlinge

Der Umbau des früheren Asylbewerberheimes dauert länger als geplant. Derweil wirft das Ausräumen eines Internatsgebäudes auf dem Berufsschulgelände in Malchin Fragen auf. Der Landkreis sorgt jetzt aber für eine Klarstellung.

Noch viel zu tun: Für die Reaktivierung des Asylbewerberheims in Jürgenstorf wurden jetzt neue Leitungen für die Fernwärme verlegt.
Kirsten Gehrke Noch viel zu tun: Für die Reaktivierung des Asylbewerberheims in Jürgenstorf wurden jetzt neue Leitungen für die Fernwärme verlegt.

Die Gerüchte ließen nicht lange auf sich warten. Der Seenplatten-Landkreis hatte gerade das sogenannte Haus 2 auf dem Malchiner Berufsschulgelände ausgeräumt. Schon machte die Frage in der Stadt die Runde: Soll das etwa ein neues Asylbewerberheim werden? Ein eindeutiges Nein kommt von Dirk Rautmann. Das Gebäude sei freigeräumt worden, um die Abläufe auf dem Schulgelände zu optimieren und zu konzentrieren, erläutert der Amtsleiter Zentrale Dienste/Schulverwaltung des Kreises. So habe sich der Landkreis mit seinem Berufsschulstandort Malchin für eine Landesfachklasse für Fleischer und Fleischfachverkäufer beworben. „An der Berufsschule werden bekanntlich viele junge Leute in Berufen der Ernährungswirtschaft ausgebildet, so wäre die Landesfachklasse aus unserer Sicht an kompetenter Stelle angesiedelt“, meint der Amtsleiter.

Derweil dauert der Umbau des früheren Asylbewerberheimes in Jürgenstorf länger als geplant. Eigentlich sollten hier bereits bis Ende des Jahres die ersten Flüchtlinge einziehen. So hieß es noch auf einer Einwohnerversammlung im September. Doch daraus wird nichts. Wie Kreis-Sprecherin Haidrun Pergande am Donnerstag sagte, können frühestens im März oder April in Jürgenstorf Asylbewerber untergebracht werden. Die Vorbereitungen dafür laufen. Zum Haus wurden neue Fernwärmeleitungen verlegt. Das Haus sei unter anderem bereits gereinigt worden, berichtet Haidrun Pergande. Dämmung aus DDR-Zeiten sei beseitigt worden, die Leistungen für den Umbau ausgeschrieben.

Weitere Gemeinschaftsunterkünfte seien in der Malchiner Region derzeit nicht geplant. Der Seenplatten-Landkreis betreibt zurzeit zwei Asylbewerberheime - eines in Neubrandenburg und eines in Friedland.

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