Spendenaktion:

Junge Leute wollen Taifun-Opfern helfen

Zur Schule gehen und lernen, das ist auf den Philippinen nicht mehr überall möglich. Eine Studentin aus Krummsee will Spenden sammeln, damit eine zerstörte Schule wieder aufgebaut werden kann.

Sie helfen auf den Philippinen, eine zerstörte Schule wieder aufzubauen: Nele Pretzel (2. von rechts) mit ihren Mitstudenten.
Privat Sie helfen auf den Philippinen, eine zerstörte Schule wieder aufzubauen: Nele Pretzel (2. von rechts) mit ihren Mitstudenten.

Was haben die Philippinen mit unserer Region zu tun? Auf den ersten Blick sicher nicht viel. Aber auf den Philippinen studiert zurzeit Nele Pretzel. Die junge Frau ist in Krummsee bei Jürgenstorf zuhause und hat im Sommer 2011 ihr Abitur in Stavenhagen abgelegt. Nun studiert sie an der Technischen Hochschule in Ingolstadt. Im Oktober begann für sie und weitere Kommilitonen das Kapitel Auslandssemester. Es ging auf die Philippinen nach Dumaguete. Die jungen Leute hatten sich kaum eingelebt, da brach mit unvorstellbarer Wucht der Taifun Haiyan über den Inselstaat herein. Die Bilder der Zerstörung haben auch in Deutschland für Betroffenheit gesorgt. „Wir können von Glück reden, dass der Taifun hier in der Gegend um Dumaguete kaum gewütet hat“, sagt Nele Pretzel. Aber in anderen Regionen sei die Not groß.

Zusammen mit fünf weiteren Studenten hat sie es sich nun zur Aufgabe gemacht, den Taifun-Opfern in ihrem Gastland zu helfen. „Aktuell sammeln wir Spendengelder, um die zerstörte ,National Heroes School‘ im stark betroffenen Tacloban wiederaufzubauen“, erklärt die junge Frau. Erste Hilfen seien zwar bereits in Form von lebensnotwendigen Materialien wie Lebensmitteln und Wasser eingetroffen, die Infrastruktur konnte aber noch nicht wiederhergestellt werden.

Die Schule sei die Partnerschule der Silliman University, an der sie gerade ihr Auslandssemester absolviert. Von den Spendengeldern sollen neues Schulmaterial gekauft sowie Hilfspakete mit Lebensmitteln oder Kleidung gepackt werden. Die School-Pakete beinhalten unter anderem Bücher, Hefte, Stifte und Blöcke. „Dafür benötigen wir natürlich Unterstützung und ich würde mich riesig freuen, wenn auch aus meiner Heimat hier Spenden ankommen“, meint Nele.

Deshalb hat sie sich an die Lokalredaktion Mecklenburger Schweiz gewandt, ob man das Studentenprojekt nicht im Nordkurier vorstellen könne. Zusammen mit der Hochschule in Ingolstadt und der Silliman University wurde ein gemeinnütziger Förderverein ins Leben gerufen, über den die Hilfsaktion organisiert werde. Um die Spenden von der Steuer abzusetzen, reiche bei einem Betrag unter 200 Euro der Kontoauszug aus, informiert die Studentin. Ab einem Betrag von 200 Euro stelle der Verein auch Spendenquittungen aus. „Aber schon kleine Euro-Beträge können hier viel ausrichten“, meint Nele und hofft auf Hilfe aus ihrer Heimat.

Spenden: Mabuhay Philippines Förderverein THI e. V., Sparkasse Ingolstadt Kontonummer: 53522272, BLZ 72150000 Betreff: Schulaufbau Tacloban + Adresse des Senders (für die Spendenquittung)

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