Bürgermeister-Forum:

Kandidaten überraschen mit Visionen

Drei der vier Malchiner Bürgermeister-Kandidaten ließen beim Unternehmungsnetzwerk RUN einmal tief in ihre Ideen-Kiste gucken. Sogar der Wiederaufbau des Rempliner Schlosses liegt jetzt im Bereich des Vorstellbaren.

Drei Bürgermeister-Kandidaten und ein Unternehmer: Andreas Buß erläuterte René Malgadey (links), Imre Trebbin (rechts) und Axel Müller vorne weg den Ablauf des Gesprächs beim Malchiner Unternehmungsnetzwerk.
Torsten Bengelsdorf Drei Bürgermeister-Kandidaten und ein Unternehmer: Andreas Buß erläuterte René Malgadey (links), Imre Trebbin (rechts) und Axel Müller vorne weg den Ablauf des Gesprächs beim Malchiner Unternehmungsnetzwerk.

Beinahe hätte das Netzwerk der Unternehmer RUN am Mittwochnachmittag etwas geschafft, was bisher niemand hinbekommen hat: alle vier Malchiner Bürgermeister-Kandidaten mal an einen Tisch zu versammeln. Ganz geklappt hat es schließlich aber doch nicht. CDU-Bewerber und Rechtsanwalt Andreas Hammermüller hatte sich entschuldigen lassen, weil er als Zeugenbeistand beim Landgericht Schwerin sein musste. Die Unternehmer mussten sich also mit drei Bewerbern begnügen. René Malgadey (SPD) und die beiden Einzelbewerber Axel Müller und Imre Trebbin hatten 75 Minuten Zeit, vor den Unternehmern zu erklären, warum sie in Malchin Bürgermeister werden wollen und was sie denn hier anpacken würden.

Ein paar Kostproben: Auf den Einwohnerschwund der letzten Jahre habe die Stadt nicht oder zu spät reagiert, meinte zum Beispiel SPD-Kandidat Malgadey. Imre Trebbin will in den nächsten Jahren stärker mitbestimmen, wohin die Entwicklung Malchins geht – ob in Richtung Vorzeige- oder Problemstadt, wie er sagte. Und Axel Müller sieht es als Auswärtiger als eine besondere Herausforderung an, ganz unvoreingenommen den Chefposten im Malchiner Rathaus anzustreben.

Marktplatz darf ruhig eine Million Euro kosten

Welche Ideen bringen die drei Kandidaten nun aber mit? René Malgadey möchte Malchin gern zu einer Musikstadt machen. Immerhin gebe es hier eine sehr engagierte Musikschule, zwei Chöre und sogar zwei Schalmeienkapellen, zählte er auf. Auch aus seiner Geschichte könnte Malchin noch viel mehr machen. So kann sich der SPD-Bewerber vorstellen, dass ein als Siegfried Marcus verkleideter Malchiner die Touristen an die Hand nimmt und ihnen die Stadt erklärt. Im Tourismus sieht auch Imre Trebbin eine Zukunfts-Chance für die Stadt. Bis 2030 will er erreichen, dass der Freizeithafen „Koesters Eck“ zumindest eine Gaststätte hat. Und auch der Wiederaufbau des Rempliner Schlosses passt in die Vorstellungswelt von Trebbin: „Das wäre natürlich ein Hammer.“ Ein paar Nummern kleiner geht Axel Müller das Thema Tourismus an. Hier habe Malchin noch viel Potenzial, etwa bei den Häfen oder auch beim Rempliner Park.

Bei ihren kurzfristigen Zielen sind sich die drei Bürgermeister-Kandidaten zumindest in einem Punkt völlig einig: Mit dem Marktplatz muss etwas passieren, damit vor allem ältere Leute wieder auf dem Pflaster laufen können. Das darf dann auch schon mal eine Million Euro kosten, wie René Malgadey vorrechnete. Axel Müller will als Bürgermeister auch gleich daran gehen, den Brunnen der Lebensfreude wieder aufzustellen und einen durchgehenden Radweg nach Waren bauen. Imre Trebbin dagegen würde zunächst erst einmal den Wall als „Kulturmeile“ herrichten und sich auch um die Sanierung der Spielplätze kümmern.

Wer doch einmal alle vier Kandidaten auf einmal erleben will, der sollte sich den 22. April vormerken. Dann veranstaltet der Nordkurier das große Bürgermeister-Wahlforum in der Turnhalle Lindenstraße. Beginn ist dann um 19 Uhr.

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