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Katzen offenbar mit Rasendünger vergiftet

Mindestens zwei Samtpfoten hat es schon erwischt. Der Teterower Tierschutzverein appelliert an Grundstücksbesitzer und Hobbygärtner, denn der bei vielen beliebte Blaudünger bekommt Katzen ganz und gar nicht.

Margarete Zwerg kümmert sich beim Tierschutzverein Teterow auch um ausgesetzte schlecht vermittelbare Katzen.
Eberhard Rogmann Margarete Zwerg kümmert sich beim Tierschutzverein Teterow auch um ausgesetzte schlecht vermittelbare Katzen.

Erst war eine Samtpfote verschwunden und dann tot gefunden worden. Jetzt folgte eine zweite – in einem Garten in Stavenhagen. Des tödlichen Rätsels Lösung ist inzwischen durch eine Tierärztin gelüftet: Sie geht von Blaudünger als Ursache aus. Was den Rasen zum Sprießen springt, ist pures Gift für Katzen, wenn diese zum Beispiel am Moos lecken. Darauf macht Margarete Zwerg vom Teterower Tierschutzverein aufmerksam. Und bittet deshalb dringlich darum, auf dieses Düngemittel zugunsten des Lebens der Streuner zu verzichten. „Schließlich haben die Gärtner ja auch viel von den Tieren: Sie vertilgen Mäuse und Ratten, sorgen so für Ordnung im Garten.“

Derweil versucht der Teterower Tierschutzverein der sich unkontrolliert vermehrenden Katzen weiterhin Herr zu werden und den Straßentigern ein besseres Leben zu ermöglichen, nachdem sie oft verantwortungslos ausgesetzt würden, wenn sie ihren Besitzern zur Last fallen. Der Verein kann vom Land Kosten für Kastrationen beantragen. Und die Mitglieder sorgen privat beispielsweise für Katzen, die das Malchower Tierheim nicht aufnimmt, weil sie schwer vermittelbar sind: Es handelt sich um wilde, sehr scheue, oder alte und Tiere mit Handicap.

Kommentare (1)

Eisendünger - gerne als Moosvertilger eigesetzt - ist die Ursache. Er kann Igel, Eichhörnchenn und auch Katzen töten. Wenn er am nassen Gras liegt, haftet er am Fell an. Beim Putzen durch Ablecken nehmen sie das Gift dann auf. Der Einsatz dieses Giftes ist zwecklos, weil das Moos immer wieder kommt. Der Schatten ist seine Ursache.