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Kein gemeinsamer Amtsbauhof

Nicht alle Ort im Amt Mecklenburgische Schweiz können sich eine eigene Kraft leisten. Sie helfen sich stattdessen mit geringfügig Beschäftigten und Ein-Euro-Jobbern. Eine Idee, wie man das Problem von Grund auf lösen könnte, ist nun geplatzt.

Ein Mitarbeiter trimmt eine Grünfläche. Doch nicht alle Gemeinden können sich so eine Kraft leisten.
Ralph Schipke Ein Mitarbeiter trimmt eine Grünfläche. Doch nicht alle Gemeinden können sich so eine Kraft leisten.

Die Idee von einem gemeinsamen Bauhof aller Gemeinden wird sich wohl nicht verwirklichen lassen. Das war von Jens Behn, Leitender Verwaltungsbeamter des Amtes Mecklenburgische Schweiz zu erfahren. Er hatte die Idee dazu gehabt, weil es vielen Gemeinden schwer fällt, die Kosten für Gemeindearbeiter und größere Technik zu tragen.

Doch diese Idee wird jetzt verworfen. „Die Kosten sind einfach zu hoch“, so Jens Behn. Die Gemeinden hätten dann schon allein für die Arbeitskräfte 250.000 Euro zahlen müssen. Die Kosten für die Technik kämen dann noch dazu. Das sei einfach nicht machbar, schätzte er ein. Behn und Bürgermeister aus dem Amtsbereich hatten sich dazu zwei Bauhöfe in Nordwestmecklenburg und in Schleswig Holstein angeschaut und dann die Kosten verglichen.

Dennoch hält Behn es für richtig, neue Wege zu beschreiten. So wie es zum Beispiel die beiden Gemeinden Thürkow und Sukow-Levitzow schon tun. Dort finanziere jede Gemeinde einen Arbeiter mit 20 Stunden.

Einige Gemeinden wie Schwasdorf, Prebberede, Groß Wüstenfelde und Groß Wokern werden versuchen, über eine neue Förderrichtlinie einen Gemeindearbeiter zu bekommen, sagte Jens Behn. Dafür könnten Leute eingestellt werden, wenn sie länger als fünf Jahre arbeitslos sind. Die Lohnkosten für die Gemeindearbeiter würden dann im ersten Jahr zu 75 Prozent übernommen werden. Im dritten Jahr betrage die Förderung noch 65 Prozent. Diese Möglichkeit sei auch bei den anderen Gemeinden angeregt worden.