Polizeiliche Ermittlungen sind abgeschlossen:

Klärwerkunfall ist keine Straftat

Es stank mächtig – nicht nur zum Himmel. Die Havarie in der Teterower Kläranlage beschäftigte auch die Polizei.

Übel riechender Schlamm hatte sich aus dem Klärbecken über den Betriebshof und die Zufahrtsstraße ergossen.
Eberhard Rogmann Übel riechender Schlamm hatte sich aus dem Klärbecken über den Betriebshof und die Zufahrtsstraße ergossen.

Die polizeilichen Ermittlungen zur Havarie in der Kläranlage auf der Danschow sind abgeschlossen. Eine Straftat haben die Beamten nicht feststellen können. „Die Anzeige lautete auf Verdacht einer Gewässer- und Bodenverunreinigung. Dieser Verdacht hat sich im Zuge der Ermittlungen nicht bestätigt, denn es wurde kein Schaden festgestellt“, sagt der Pressesprecher der Polizeiinspektion Güstrow. In der Nacht zum 21. Juli war auf der Kläranlage aus einem Becken mit Gärresten übel riechender Schlamm ausgelaufen. Er hatte den Betriebshof überschwemmt und war über eine Zufahrtstraße bis hinunter zum Birkenweg gelaufen.

Die Feuerwehr hatte am Morgen Gully-Einläufe abgedichtet, um eine Ausbreitung über die Regenkanalisation zu verhindern. Auch ein Graben, der durch die Teschower Siedlung zum See führt, wurde zugeschüttet. Außerdem waren fünf Pumpfahrzeuge im Einsatz, die den Schlamm beseitigten. Die Kosten für diesen Einsatz werden auf einige tausend Euro geschätzt.

Vertreter des kreislichen Umweltamtes hatten die Havariestätte begutachtet, aber keine Umweltschäden festgestellt. Die Ermittlungsakten liegen jetzt laut Polizeisprecher zur Entscheidung bei der Staatsanwaltschaft in Rostock.

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