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Köstliche Bio-Pralinen made in Grammentin

VonEckhard KruseEine weltweite Produktnummer hat nicht jeder. Die Familienkonditorei Komander schon.Grammentin.Bei der Familienkonditorei Komander kennt man ...

Inhaber und Konditormeister Peter Komander an der Kuvertüre-Maschine. [KT_CREDIT] FOTO: Eckhard Kruse

VonEckhard Kruse

Eine weltweite Produktnummer hat nicht jeder. Die Familienkonditorei Komander schon.

Grammentin.Bei der Familienkonditorei Komander kennt man sich nicht nur mit Baumkuchen, Torten und Plätzchen aus. Die Mitarbeiter des Grammentiner Handwerksbetriebs können auch noch kleiner: Da stehen „Rohlinge“ von Blätterkrokant, Lübecker Nougat, Pistazien-Marzipan, Vanille buttrig oder Latte Macchiato in Reih und Glied auf Blechen und warten darauf, mit Kuvertüre überzogen und vollendet zu werden. Die Familie Komander ist in die Pralinen-Produktion eingestiegen – und
zwar in die von Bio-Pralinen.
Zuerst stellte die Konditorei nur kleine Mengen her. Mittlerweile müssen Bestellungen bis zu 60 Kilogramm abgearbeitet werden. Um mit der Produktion der zwölf verschiedenen Sorten nachkommen zu können, schaffte die Konditorei mehrere Maschinen an. Unter anderem eine Kuvertüre-Maschine, ein Förderband mit Kühlung und einiges mehr. Kostenpunkt 125000 Euro. Das ist für Peter Komander kein Pappenstiel. Schließlich muss auch die angrenzende Windmühle, die als Café hergerichtet ist, abgezahlt werden. Und so ist er unheimlich froh, dass die Handwerkskammer und das Landesförder-Institut
die Einrichtung der Pralinen-Produktion unterstützten – undzwarmit50000 Euro.
„Die Produktion von Bio-Pralinen soll weiter ausgebaut werden“, betont Peter Komander. Machbar sind etwa 200 Kilogramm in der Woche. Doch warum eigentlich Bio? Der Konditormeister wundert sich selbst nicht wenig, warum die Nachfrage bei Bio-Fleisch und -Gemüse so groß ist, und bei Pralinen erst langsam aufholt. Diese wachsende Nachfrage will Komander nutzen.
Bio fordert viele Standards. Es dürfen keine fremden Zusätze enthalten sein. „Es muss äußerst sauber gearbeitet werden.“ Peter Komander zeigt einen dicken Aktenordner. Darin muss er die Herkunft einer jeden Zutat genau nachweisen können. Das kontrolliert der Fachverein für Öko-Kontrolle. Das Gewerbeamt kommt öfter in die Konditorei, nimmt Proben und lässt diese untersuchen. „Das ist eine Riesen-Arbeit und riesiger Papierkrieg“, weiß Komander. Dafür hat die Konditorei jetzt eine weltweite Nummer, mit der die Bio-Produkte des Betriebes gekennzeichnet sein müssen. Diese Nummer lautet „DE-ÖKO-034“.
Jetzt haben die Komanders auch ihre Zufahrt und Stellflächen auf dem Hof gepflastert, so dass Mühlen-Besucher, die dort Kaffee trinken und Kuchen kaufen wollen, ihre Autos nicht mehr nur
an der Straße parken müssen.

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