Überquellende Tonnen:

Kreis droht Teterowern mit höheren Müllgebühren

Fahrräder, Fernseher, Sperrmüll. Solche und andere Dinge landen vielfach in Teterower Müllcontainern in den Wohngebieten. Für den normalen Hausmüll ist dann offenbar nicht mehr genug Platz in den Tonnen. Die Kreisverwaltung stellt deshalb jetzt den Anwohnern ein Ultimatum.

Solche überfüllten Mülltonnen in Teterow führten zu Beschwerden von Anwohnern - und zu einer Überprüfung durch den Landkreis, der jetzt durchgreifen will.
Eckhard Kruse Solche überfüllten Mülltonnen in Teterow führten zu Beschwerden von Anwohnern - und zu einer Überprüfung durch den Landkreis, der jetzt durchgreifen will.

Auf viele Teterower könnte möglicherweise eine Erhöhung der Betriebskosten zukommen. Das befürchtet Manuela Hilse, Geschäftsführerin der Wohnungsgesellschaft Teterow, für ihre Mieter. Denn die Verwaltung des Landkreises Rostock hat angedroht, dass noch mehr Müllcontainer aufgestellt werden müssen, wenn sich die Situation um die überfüllten Behälter und den falsch getrennten Müll nicht kurzfristig ändert. Die Kosten für die Extra-Container müssten dann auf die Mieter umgelegt werden. Die Betriebskosten würden steigen.

Wie kam es zu dieser Androhung? Mehrere Bürger hatten sich über die Zustände an manchen Müllplätzen beschwert. In der Scheeßeler Straße, in der Straße der Freundschaft, an Bertolt-Brecht-Straße, an der Kirchhoff-Straße hatten sie regelmäßig vor dem Abfuhrtermin überfüllte Müllplätze entdeckt.. Auch Container an der Heinestraße machten dort keine Ausnahme. Diesen Anblick wollten sie nicht länger ertragen. Auch weil es stinkt und durch den Unrat möglicherweise Ungeziefer angezogen wird. Durch die Beschwerden alarmiert, vermutete man in der Kreisverwaltung, dass Grundstücke nicht ordnungsgemäß an die Abfallentsorgung angeschlossen sind. Es wurde eine Untersuchung gestartet.

Nun muss es aber nicht so weit kommen, dass noch mehr Mülltonnen aufgestellt werden müssen. Das hängt allein von den Hausbewohnern ab. Die Wohnungsgesellschaft will ihre Mieter noch einmal schriftlich auffordern, sich an der strikten Mülltrennung zu beteiligen, informierte Manuela Hilse weiter. Wenn dann keine Besserung eintritt, habe der Landkreis aber keine Wahl mehr. Dann werde er anordnen, dass zusätzliche Restabfallbehälter aufgestellt werden, verdeutlichte sie.