Neue Überlegungen:

Legt sich Gnoien jetzt einen Bahnhof zu?

Auch die Stadt macht sich jetzt Gedanken, was aus dem einstigen Empfangsgebäude werden soll.

Der Gnoiener Bahnhof – das letzte größere Empfangsgebäude in der Mecklenburgischen Schweiz, das leer steht.
Torsten Bengelsdorf Der Gnoiener Bahnhof – das letzte größere Empfangsgebäude in der Mecklenburgischen Schweiz, das leer steht.

Nach dem Scheitern der Pläne für den Gnoiener Bahnhof will Bürgermeister Lars Schwarz (CDU) jetzt möglichst schnell Kontakt mit dem Eigentümer der Immobilie aufnehmen. Unklar ist, was der mit dem Gebäude vorhat. Schwarz kann sich inzwischen vorstellen, dass die Stadt den Bahnhof selbst übernimmt. „Allerdings brauchen wir dazu ein Konzept“, so der Bürgermeister. Doch was kann aus dem alten Empfangsgebäude noch einmal werden?

Die Bahn hatte ihren längst verlassenen Gnoiener Außenposten Ende des vergangenen Jahres versteigert. Der neue Besitzer wollte hier zunächst Wohnungen einrichten, bat dann aber einen Verein aus dem brandenburgischen Groß Breesen um Hilfe. Der Verein hatte auch schnell einen Plan: Im Bahnhof sollten vier Wohnungen für alleinerziehende Väter und „sozial entwicklungsfähige Jugendliche“ entstehen. Doch stellte sich heraus, dass das Gebäude nach Auskunft des Vereins in einem schlechteren Zustand ist, als erwartet, sodass diese Pläne erst einmal wieder vom Tisch sind.

Der Zaun, der seit einigen Monaten um den Bahnhof herum steht, ist offenbar noch kein Indiz dafür, dass hier demnächst Sanierungsarbeiten beginnen könnten. „Wir hatten das Aufstellen des Zauns nach dem letzten Sturm verlangt, weil sich hier bereits Ziegel vom Dach lösten“, erklärte Bürgermeister Schwarz.

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