Polizei durchsucht Teich:

Leichen-Fundort jetzt rund um die Uhr bewacht

Nun nimmt sich die Polizei den kleinen Tümpel bei Wasdow, in dem ein Jäger vor einer Woche zwei Totenköpfe entdeckt hatte, doch noch einmal vor. Im Uferbereich suchen Bereitschaftspolizisten weitere Leichenteile. Etwas deutlicher wird nun auch, warum die Ermittler anfangs versagt haben.

Polizeikräfte durchsuchten am Mittwoch auch die Umgebung des kleinen Tümpels bei Wasdow nach weiteren Leichenteilen und sonstigen Spuren.
Stefan Tretropp Polizeikräfte durchsuchten am Mittwoch auch die Umgebung des kleinen Tümpels bei Wasdow nach weiteren Leichenteilen und sonstigen Spuren.

Nun hat wohl auch die Polizei die Brisanz des Fundes in dem Wasdower Wald-Tümpel erkannt. Fast eine Woche, nachdem ein Jäger im Morast zwei menschliche Schädel entdeckt hatte, wird die Fundstelle bei Gnoien jetzt rund um die Uhr bewacht. Selbst in der Nacht zum Mittwoch hatte ein Streifenwagen des Teterower Polizeireviers an dem Plattenweg Position bezogen. Auch ist der Fundort jetzt erstmals abgesperrt, nachdem tagelang etliche Schaulustige an den Tümpel gekommen waren.

Seit Dienstagnachmittag suchen Bereitschaftspolizisten mit Stangen und Harken den Uferbereich ab, an dem die Totenköpfe und Knochen aufgetaucht waren. Dabei sind sie im Morast am Mittwoch auf weitere Knochenteile gestoßen. Es müsse aber noch geklärt werden, ob sie von Menschen oder von Tieren stammen. Auch das umliegende Gebüsch durchstöberten die Beamten. Ein Ausbaggern des Teiches ist derzeit aber offenbar nicht geplant. Auch der Einsatz von Tauchern ist nicht möglich, da der Tümpel einfach zu flach ist.

Polizei räumt Ermittlungs-Fehler ein

Die Polizei hat inzwischen auch Pannen bei den ersten Ermittlungen eingeräumt. So hatten Spezialisten des Kriminaldauerdienstes zwar die beiden Schädel mitgenommen, andere Knochen aber liegen gelassen. Erst nach einem Hinweis des Nordkurier holte die Polizei auch noch die übrigen Knochen ab. Es werde jetzt intern ausgewertet, wie das passieren konnte, heißt es aus der Polizei-Inspektion Güstrow.

Wie Polizeisprecherin Kristin Hartfil gegenüber dem Nordkurier erklärte, sei es schon ziemlich dunkel gewesen, als die Spezialisten vom Kriminaldauerdienst nach dem Anruf des Jägers an dem Teich eintrafen. Womöglich sei der Fundort nicht richtig ausgeleuchtet worden. Die braun verfärbten Knochen seien auch schwer von herumliegenden Ästen zu unterscheiden gewesen. Allerdings hatte es die Polizei auch versäumt, am nächsten Tag die Stelle noch einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.

Genauere Ergebnisse soll die Obduktion in der Rostocker Rechtsmedizin bringen. Damit wird Anfang nächster Woche gerechnet. Mithilfe der bundesweiten Vermisstendatei hoffen die Ermittler dann, die Identität der Toten klären zu können.

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