Nachträgliche Spurensicherung:

Leichenfund: Polizei fischt weitere Knochen aus Teich

Nicht nur der Fund zweier menschlicher Skelette in der Nähe von Gnoien wirft viele Fragen auf. Die Polizei ist am Montag erst auf Nachfragen des Nordkurier hin noch einmal zu der Stelle an dem einsamen Plattenweg gefahren.

Die beiden Totenschädel wurden von der Polizei bei ihrem ersten Einsatz mitgenommen. Dieser Hüftknochen wurde jedoch zunächst zurückgelassen.
Die beiden Totenschädel wurden von der Polizei bei ihrem ersten Einsatz mitgenommen. Dieser Hüftknochen wurde jedoch zunächst zurückgelassen.

Warum die Ermittler einige Knochen zurückließen, nachdem ein Jäger sie zu den beiden Skeletten in einem Tümpel bei Gnoien gerufen hatte, ist vorerst unklar. Möglicherweise sei es schon dunkel gewesen und der Fundort nicht richtig ausgeleuchtet worden, hieß es dazu lediglich von der Polizei-Inspektion Güstrow. Auf die Nachfragen des Nordkurier hin machten sich die Beamten am Montag noch einmal auf den Weg, um die Knochen an der Wasseroberfläche doch noch einzusammeln.

„Die beiden Köpfe sind erwachsenen Personen zuzuordnen. Wir gehen derzeit von einer Liegezeit von etwa 20 Jahren aus“, erklärte Kristin Hartfil, Sprecherin der Güstrower PI gegenüber dem Nordkurier. Todesursache und Identität der Toten sollen jetzt mit Hilfe der Rechtsmedizin in Rostock herausgefunden werden. Das werde noch einige Tage dauern.

Was hat sich an dem Weiher abgespielt?

In den kleinen Dörfern Wasdow und Bobbin wird derweil viel spekuliert, was sich an dem Weiher abgespielt haben könnte. Eine andere Möglichkeit als ein Verbrechen gebe es wohl nicht, ist da zu hören. Und es müsse wohl jemand gewesen sein, der sich in der Gegend auskennt, der die Toten in den Teich geworfen hat. Die Toten können wohl kaum aus der Region stammen. Denn dass irgendwann einmal gleich zwei erwachsene Personen verschwunden wären, daran kann sich hier niemand erinnern.

Ist dort dann vielleicht noch mehr zu finden? Auch dieser Frage ist die Polizei bisher offenbar noch nicht nachgegangen. Man sei noch am Überlegen, ob der Teich mit entsprechender Technik abgesucht werden sollte, so die Information aus Güstrow.

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