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Malchin geht erst einmal leer aus

Malchin hätte sie gern, die Windräder. Einige Grundstückseigentümer reiben sich offenbar schon die Hände. Doch Pustekuchen: Die Umgebung von Malchin kommt bei den neuen Eignungsgebieten gar nicht vor.

Wo sollen in der Mecklenburgischen Schweiz neue Windkraftanlagen aufgestellt werden? In der Nähe von Jürgenstorf und Neukalen könnte dies bald der Fall sein. Rund um Malchin eher nicht.
Eckhard Kruse Wo sollen in der Mecklenburgischen Schweiz neue Windkraftanlagen aufgestellt werden? In der Nähe von Jürgenstorf und Neukalen könnte dies bald der Fall sein. Rund um Malchin eher nicht.

Im Umland von Neukalen sind sie gar nicht gern gesehen, in der Nachbarstadt Malchin kann man sie dagegen kaum erwarten – die Windkraft-Investoren. Während in Neukalen die Bürger-Initiative „Ein Herz für die Region“ unter allen Umständen versucht, den Aufbau der großen Windmühlen zu verhindern, ist für sie vor den Toren der Stadt Malchin offenbar bereits eine Fläche reserviert. Gerade haben sich hier Eigentümer der größten Grundstücke südlich des Duckower Damms getroffen, um „Voraussetzungen für den Aufbau von Windkraftanlagen“ zu schaffen, wie Malchins Bürgermeister Jörg Lange (FDP) jetzt wissen ließ.

Um so erstaunlicher war für die Stadt dann die Veröffentlichung der neuen sogenannten Windeignungsgebiete, die der Regionale Planungsverband festgelegt hatte. Malchin kommt darin gar nicht vor - Windkraftanlagen dürften im Umfeld der Stadt demnach auch künftig nicht aufgestellt werden.

Die Grundstückseigentümer könnten nun im Zuge des Beteiligungsverfahrens ihre Flächen für die Windkraft noch ins Gespräch bringen, regte der Bürgermeister inzwischen an. Das ganze Verfahren dürfte ohnehin noch bis Ende 2015 dauern, bis es dann wirklich erlaubt sei, in den neuen Eignungsgebieten Windräder aufzustellen.

Viel Unklarheit herrscht auch noch in Jürgenstorf. Dabei ist der Bereich nördlich des Ortes nun in den Entwürfen des Planungsverbandes als Windkraftgebiet ausgewiesen. Der Jürgenstorfer Bürgermeister, Günter Schröder, weiß nur, dass es 95 Hektar sein sollen. „Das Windkraftgebiet ist zwischen Neu Jürgenstorf, Jürgenstorf und Krummsee eingezeichnet“, sagt er. Die genaue Lage kenne er aber auch noch nicht.

Obwohl noch nichts klar ist, haben schon Investoren vor den Toren des Jürgenstorfer Gutsbetriebes gestanden, erzählt Schröder.

Doch weder Gemeinde noch das Gut haben bislang irgendwelche Informationen. Und weil sich auch die Gemeindevertreter noch nicht darüber verständigt haben, ob sie Windräder wollen, könne man die Investoren getrost erst mal wieder nach Hause schicken.