Erinnerung:

Malchin streitet weiter um Denkmale

Vor allem das Mahnmal am Wall bewegt weiter die Gemüter. Soll es nun wieder vervollständigt werden oder wäre dies nur eine unnötige Heldenverehrung?

Der erste Vorsitzende des Museumsvereins, Michael Gielow (Mitte), und der Leiter der Arbeitsgemeinschaft Denkmale, Udo Dohms (rechts), diskutierten mit Besuchern über Malchins Mahnmale.
Torsten Gertz Der erste Vorsitzende des Museumsvereins, Michael Gielow (Mitte), und der Leiter der Arbeitsgemeinschaft Denkmale, Udo Dohms (rechts), diskutierten mit Besuchern über Malchins Mahnmale.

Das bewegt offenbar die Malchiner: Während des Museums-Hoffestes standen die Malchiner Denkmale im Mittelpunkt der Diskussionen. Viele Besucher, die es auf den Hof der ehemaligen Stadtmühle zog, bekundeten ihre Sympathie mit dem Engagement, das von der Arbeitsgemeinschaft „Denkmale“ des Heimatvereins ausgeht.

Es wurden allerdings auch kritische Stimmen laut wie beispielsweise: Ist es denn überhaupt noch zeitgemäß, Geld für eine Heldenverehrung aus vergangenen Jahrhunderten auszugeben?

Mitglieder des Schützenvereins, die mit drei Schüssen aus der Handkanone das Fest eröffnet hatten, standen den Besuchern Rede und Antwort zu den Kriegerdenkmalen in der Stadt. Bei dem Fest kamen fast 100 Euro an Spenden für den Wiederaufbau der Mahnmale zusammen.

Vor allem die Vervollständigung des Kriegerdenkmals am Wall ist auch in der Stadtpolitik umstritten. So konnte sich jüngst der Kultur- und Sozialausschuss nicht einigen, ob an dem Gedenkstein noch weiter gearbeitet werden soll und er auch noch eine Stele und einen Adler erhält. Eigentlich sollten sich die Stadtvertreter in der vergangenen Woche mit dem Thema befassen. Doch ein entsprechender Tagesordnungspunkt war wieder abgesetzt worden. Die Stadtvertreter hätten im Jahr 2011 über die Denkmale entschieden, erklärte Bürgermeister Jörg Lange (FDP).

Er sehe nun keinen Anlass, über das Thema erneut zu diskutieren. Allerdings war damals im Wesentlichen lediglich festgelegt worden, mit welchen Prioritäten die Denkmäler in der Stadt saniert werden sollen. Was nun aus dem Kriegerdenkmal wird, bleibt damit vorerst offen.

 

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