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Malchin vergisst Robbie nicht

Nun klappt es also doch: Etwa ein dreiviertel Jahr nach dem Besuch der Seehund-Dame Robbie in Malchin, wird an sie erinnert. Zwar ist das Denkmal lange vom Tisch. Doch die Stadtverwaltung hat an einer anderen Idee beharrlich festgehalten.

Robbie auf seinem Ponton so haben ihn nicht nur die Malchiner in Erinnerung.
Steffi Bernock Robbie auf seinem Ponton so haben ihn nicht nur die Malchiner in Erinnerung.

Es gibt Malchiner, die haben schon nicht mehr daran geglaubt: Nachdem der Wunsch nach einem Denkmal für Robbie ausgeträumt war, schien es keine ernsthaften Bemühungen mehr zu geben, in Malchin an die jungen Seehund-Dame zu erinnern, die in der Stadt vier Wochen lang für erhebliches Aufsehen gesorgt hatte.

Ein Irrtum, wie sich jetzt zeigt. Die Stadtverwaltung hat eine Gedenktafel anfertigen lassen. Schon bald soll sie auf der Halbinsel Koesters Eck, wo Robbie täglich Hunderte Besucher anlockte, angebracht werden, sagt Malchins Wirtschaftsförderer Reinhard Dorn. Er erinnert daran, dass es auf Facebook und im Nordkurier viele Diskussionen darum gegeben habe, ob und in welcher Form man an den kleinen Seehund erinnern sollte.

Steter Tropfen bringt das Schild

Die Idee mit dem Denkmal sei ja dann verworfen worden. Zu weit gingen hier die Meinungen auseinander. Letztlich wollte sich auch niemand den Hut für eine Spendensammlung aufsetzen. „Aber die Idee eine Tafel mit Foto und Text zu erstellen, die fand unser Pressesprecher Thomas Koch so gut, dass er immer wieder daran erinnerte“, sagt Reinhard Dorn. Und nun sei das Schild eben fertig.

Natürlich ist ein Foto von Robbie darauf zu sehen. Aufgenommen an ihrem Lieblingsplatz auf der Wiese vor den Bootshäusern. Hier habe es ja damals einen regelrechten Besichtigungs-Tourismus gegeben. Ein kurzer Text fasst die aufregenden Tage vom 4. Februar bis zum 7. März noch einmal zusammen. Ihren Platz soll die Tafel am Sanitärgebäude auf Koesters Eck finden. „Ich denke diese Art und Weise des Erinnerns ist zum einen würdig und auch nicht übertrieben. Robbie war ein ganz besonderer Gast, der die Herzen vieler Malchiner erobert hatte“, meint Reinhard Dorn.

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