Verein in Schräglage:

MC Bergring umkurvt drängende Fragen

Der Bergring-Club steht vor weitreichenden Entscheidungen – für seine Zukunft als gemeinnütziger Verein, und die des legendären Renngeschehens. Sorgen um den Fortbestand und kritische Fragen treiben die Teterower um. Der Vorstand aber verweigert jede Auskunft.

Wohin steuert der Bergring nun? Noch weiß es niemand.
Eberhard Rogmann Wohin steuert der Bergring nun? Noch weiß es niemand.

Die geplante Neuausrichtung des MC Bergring Teterow hat in der Öffentlichkeit ein unerwartet nachhaltiges Echo gefunden. Zahlreiche Leser meldeten sich bereits bei unserer Redaktion. Allerdings wird das Bild über die Vorgänge im Club immer verworrener. Es gibt kritische Nachfragen von Außenstehenden wie von Clubmitgliedern, aber auch unverhohlene Anschuldigungen gegen den Vorstand.

Antwort und eine Klärung von Ungereimtheiten – realen oder vermeintlichen – erhoffte sich unsere Redaktion von einem für Mittwoch vereinbarten Gespräch mit einem Vorstandsmitglied. Doch kurzfristig hat sich der Club anders entschieden. Vorerst werde man sich nicht öffentlich äußern. Für den 10. März ist eine außerordentliche Vorstandssitzung anberaumt. Erst danach könne eine Information der Öffentlichkeit erfolgen.

Sorgen, Fragen und Kritik

Die überwiegende Mehrzahl von Wortmeldungen ist von Besorgnis um die Zukunft des Bergrings getragen. Auslöser war der überraschende Rückzug der EVA Veranstaltungs- und Event Gesellschaft Teterow als neuer Veranstalter des Bergringrennens und weiterer traditioneller Sportveranstaltungen mit internationaler Beteiligung. Die Rennen einem externen Unternehmen zu übertragen, war bereits 2013 mehrheitlich beschlossen worden. Begründet hatte der Club diesen Schritt damit, eine Abschöpfung erzielter Gewinne durch Steuerforderungen ganz legal umgehen zu wollen. Dass bei einer beschränkten Ausschreibung einzig die EVA GmbH ein Angebot unterbreitete, hatte jedoch kritische Nachfragen provoziert.

Eine der Kernfragen betrifft die Verwendung der Gewinne aus früheren Rennen. Warum können diese Gelder nicht da eingesetzt werden, wo sie nötig sind, nämlich zum Erhalt des Bergrings sowie des gesamten Geländes? Dann wäre der Überschuss doch sinnvoll angelegt, lautet eine Argumentation. Sorge bereitet Teterowern andererseits ein Rückgang von Besucherzahlen auf dem Ring sowie bei Rennveranstaltungen in der Speedway-Arena. Kann der Club solche Verluste ausgleichen und wie wirksam dagegen steuern?

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