Teterower fühlen sich nicht sicher:

Mehr Licht an den Brennpunkten der Stadt

Nicht abgelegene Winkel irgendwo am Rand, sondern Areale mitten in der Stadt bieten Teterowern Anlass zu Kritik hinsichtlich Ordnung und Sicherheit. Da ist der Vorworf schnell zur Hand, die Stadt unternehme nichts dagegen.

Der Pastor-Fiedler-Weg ist ausreichend beleuchtet, auf dem benachbarten Schulkamp dagegen wird nachgerüstet.
Eberhard Rogmann Der Pastor-Fiedler-Weg ist ausreichend beleuchtet, auf dem benachbarten Schulkamp dagegen wird nachgerüstet.

Gewalttätige Überfälle auf Passanten und Geschäftsleute, wie sie im März in Teterow verübt wurden, erschrecken die Einwohner. Doch auch ohne diese herausstechenden Straftaten stellen sich bei so manchem mulmige Gefühle ein. Bestimmte Areale werden gemieden, insbesondere zu vorgerückter Stunde in der Dunkelheit. Verunsicherung wird assoziiert mit dem Schulkamp und  Stadtpark. Da gibt es beispielsweise Bänke, die von Gruppen bevölkert werden, um die Passanten einen großen Bogen schlagen, weiß Ordnungsamtsleiter Stephan Richter. Auch auf den Freiflächen vor etlichen Supermärkte ist Halligalli, wenn die Kundenströme abgeebbt sind.  Anwohner berichten von nächtlichen Rennen in Einkaufswagen, die lautstark ausgetragen werden.Was unternimmt die Stadt, um realen oder vermeintlichen Sicherheitsdefiziten entgegen zu wirken?

Deutlich mehr als die Bürger auf den ersten Blick wahrnehmen, versichert Ordnungsamtsleiter Stephan Richter. Dass hier Wirklichkeit und Wahrnehmung  auseinander klaffen, dafür macht er mehrere Gründe geltend. „Die Erwartungshaltung an die Behörden ist oft unrealistisch. Viele meinen, wenn sie uns auf einen Missstand aufmerksam machen, müsste die Stadt diesen unverzüglich beseitigen oder ahnden. Doch wir sind an gesetzlich vorgeschriebene Verfahrensweisen gebunden. Zum anderen haben keine Putzkolonne, die nur darauf wartet, losgeschickt zu werden.“ Als Beispiel nennt Richter Abfälle auf dem einstigen Güterbahnhof. „Das ist Bahngelände. Da fordern wir den Eigentümer auf, Ordnung zu schaffen. Der reagiert nicht am nächsten Tag.“ Er könne verstehen, dass die Anruferin eine Woche später ungeduldig nachfragt, warum die Stadt nichts unternehme, der Müll sei immer noch da. Selbst wenn die Stadt entscheide, bestimmte Missstände auf eigene Kosten zu beseitigen, sei man auf externe Auftragnehmer angewiesen, die ihre Aufträge nach eigener Regie abarbeiten. Das könne dauern.

Stadt behebt Mängel in der Beleuchtung

Dennoch seien Fortschritte zu verzeichnen. Der Ordnungsamtsleiter verweist auf die Beleuchtung öffentlicher Areale. Beanstandungen aus einer Einwohnerbefragung wurde Rechnung getragen. Nach einer Inspektion vor Ort wurden Mängel auf dem Schulkamp, dem Gummisteig sowie am Stadtpark behoben. „Am Gummisteig wurde eine zusätzliche Laterne aufgestellt und die Höhe der anderen Leuchten angehoben. Zwei zusätzliche Laternen kommen auf den Schulkamp, eine davon auf die Mühlenteichpromenade“, zählt Richter auf. Nach einem erfolgreichen Test sind ferner sämtliche Straßenlampen an der Bundesstraße zwischen Tennisplatz und Netto-Markt so gedreht worden, dass sie jetzt vor allem den Geh- und Radweg am Stadtpark ausleuchten. Ferner wurde eine „Problembank“ auf dem Schulkamp entfernt.

Stephan Richter räumt ein, dass sich längst nicht für alle Probleme Lösungen abzeichnen. Er setze auf einen engen Kontakt mit den Bürgern. So gebe es mit den Anwohnern des Einkaufzentrums Fischersteig in der Freiheit Absprachen. In diesem Jahr soll es auch wieder eine Befragung von Teterowern zum Themenkomplex Ordnung und Sicherheit geben, kündigt er an.

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