Jugendlicher rastet aus:

Messerattacke im ehemaligen Kinderheim

Ein dramatischer Zwischenfall ereignete sich in einer Unterkunft in Dahmen, in der allein reisende Flüchtlinge betreut werden.

Im ehemaligen Dahmener Kinderheim werden unbegleitete Flüchtlinge betreut. Hier rastete ein 15-Jähriger aus und wollte einen Betreuer mit einem Messer attackieren.
Eckhard Kruse Im ehemaligen Dahmener Kinderheim werden unbegleitete Flüchtlinge betreut. Hier rastete ein 15-Jähriger aus und wollte einen Betreuer mit einem Messer attackieren.

Im ehemaligen Kinderheim Dahmen ist offenbar ein 15-Jähriger ausgerastet. Der Jugendliche aus dem Iran wollte laut Polizei mit einem Messer auf einen Betreuer losgehen. Gegen 21 Uhr wurden Polizei und Rettungskräfte zur Hilfe gerufen. "Der Angriff wurde aber im Keim erstickt", teilte Gert Frahm, Pressesprecher der zuständigen Polizeiinspektion Güstrow, mit. Dem Angreifer konnte das Messer entrissen und ein Angriff somit verhindert werden. Verletzt wurde niemand.

Der 15-jährige Iraner wurde von einem Notarzt betreut. In dem Heim werden laut Frahm allein reisende minderjährige Flüchtlinge betreut. "Diese befinden sich in einem entsprechenden psychischen Zustand", sagte Frahm.

Die Ursache des Messerangriffs konnte die Polizei aufgrund der Sprachbarrieren noch nicht klären. Dazu wird auf die Unterstützung eines Dolmetschers gewartet. Die Beamten haben die Ermittlungen in Richtung gefährlicher Körperverletzung gegen den 15-Jährigen aufgenommen. "Vor dem Hintergrund, dass der Tatverdächtige jugendlich und in einem psychisch instabilen Zustand ist, werden wir keine weiteren Informationen zu dem Vorfall bekannt geben", sagte Frahm abschließend.

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