Diakonie steigt aus:

Millionen-Projekt in Malchin geplatzt

In unmittelbarer Nachbarschaft zum Seniorenheim an der Bleiche sollte unweit des Fangelturms ein Gebäude mit Betreuungs- und Pflege-Angeboten entstehen. Doch nun kommt heraus: Diakonie und Investor wurden sich nicht einig. Und jetzt?

Sandberge und Bagger ließen die Malchiner schon an einen Baustart denken, doch die Pläne für eine neue Wohnanlage sind vorerst gescheitert.
Torsten Bengelsdorf Sandberge und Bagger ließen die Malchiner schon an einen Baustart denken, doch die Pläne für eine neue Wohnanlage sind vorerst gescheitert.

Die Malchiner waren schon lange neugierig, was das wohl werden soll: Elf Jahre nach dem Abriss des alten Jola-Kaufhauses gibt es Pläne, den freien Platz am Teichberg wieder zu bebauen. Und mancher glaubte, dass es nun langsam losgeht, nachdem riesige Berge Kies auf dem Areal abgekippt worden waren und sich hier auch ein Bagger zu schaffen macht. Doch wie schon so oft haben weder die Baumaschinen noch die Sandberge direkt etwas mit dem Teichberg zu tun. Das Areal ist derzeit nur ein Lagerplatz für den Tief- und Straßenbau in der Langen und Pastinakelstraße.

Vor ziemlich genau einem Jahr hatte der Diakonie-Verein Güstrow mit einem Plan aufhorchen lassen. Da das Grundstück in unmittelbarer Nachbarschaft zum Diakonie-Seniorenheim an der Bleiche liegt, sollte hier ein weiteres Betreuungs- und Pflegeangebot geschaffen werden. Gedacht war an ein spezielles Wohnangebot für Menschen mit Demenz-Erkrankung. Investor Roland Lüker hatte dazu im September vergangenen Jahres das Projekt im Malchiner Bau-Ausschuss vorgestellt. Es gebe für das betreute Wohnen einen "unwahrscheinlichen Bedarf", erklärte Lüker. Die Stadt wollte für das Vorhaben sogar den Bebauungsplan "Am Fangelturm" ändern.

Doch nun überrascht die Diakonie mit einer neuen Nachricht. Die Gespräche mit dem Investor seien geplatzt, man sei sich nicht einig geworden, erklärte Vorstand Christoph Kupke auf Anfrage des Nordkurier. Warum man sich nicht einig wurde, wollten beide Seiten nicht weiter kommentieren. Roland Lüker deutet allerdings an, dass die Quartierbebauung am Teichberg nicht ganz einfach sei. Zumindest habe die Denkmalbehörde bereits Probeschachtungen vorgenommen. Er wolle trotz der Absage der Diakonie unbedingt an seinem Vorhaben festhalten, und hier etwas "in Richtung betreutes Wohnen" errichten.

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