Polizei warnt:

"Enkeltrick"-Betrüger wieder unterwegs

Im Landkreis Rostock und an der Seenplatte häufen sich wieder Anrufe von angeblichen Verwandten, die dringend Geld haben wollen. Die Polizei bittet vor allem ältere Menschen um besondere Wachsamkeit.

Der Trick ist uralt, aber wirksam: Kriminelle geben sich per Telefon als Verwandte aus und bitten um Geld.
Jan-Philipp Strobel Der Trick ist uralt, aber wirksam: Kriminelle geben sich per Telefon als Verwandte aus und bitten um Geld.

Das ist gerade noch einmal gut gegangen! Statt zur Bank ist eine aufgeweckte Seniorin am Donnerstag zur Polizei gegangen. Der Grund: Sie hatte einen Anruf von einer angeblichen Enkelin aus Rostock, die sie dringend um 7800 Euro gebeten habe. Die Dame sollte rasch das Geld überweisen, so das Flehen am Telefon. Doch die ältere Dame von der Müritz fiel darauf nicht rein und erstattete Anzeige gegen Unbekannt.

Kein Einzelfall. Innerhalb weniger Stunden hatten es die Betrüger gleich auf mehrere Senioren im Landkreis Rostock und an der Seenplatte abgesehen. Mindestens sieben Fälle wurden der Polizei gemeldet. Sehr zur Freude der Beamten. Denn, so betonte ein Sprecher, komme es viel zu oft vor, dass die Leute erst zahlten und dann merkten, dass sie auf einen sogenannten Enkeltrickbetrüger hereingefallen sind. Darum der Appell: Bei mysteriösen Anrufen und Bitten um Geld von Leuten, die man nicht kennt, sofort anrufen oder direkt zum Revier gehen.

In fünf Fällen gab sich ein Pärchen am Telefon als Verwandtschaft aus und bat die Angerufenen um Geld oder Schmuck für den Kauf einer Eigentumswohnung oder eines Grundstückes. In einem Fall täuschten sie einen Besuch bei einer Auktion vor, bei der beide etwas für einen Preis von mehr als 10 000 Euro ersteigert hätten und nun nicht an ihr Geld kämen.