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Mit Hechtsuppe gelingt Einzug ins Halbfinale

Eifrig wurde Sonntagnachmittag beim Wettbewerb des Nordkurier in Teterow gekocht. Heide-Marie Lübbert setzte dabei auf eine ganz besondere Kreation und konnte damit bei Jury und Publikum punkten.

Heide-Marie Lübbert verteilte eifrig Kostproben der Teterower Hechtsuppe an das Publikum. Fotos (2): Simone Pagenkopf
Simone Pagenkopf Heide-Marie Lübbert verteilte eifrig Kostproben der Teterower Hechtsuppe an das Publikum. Fotos (2): Simone Pagenkopf

Abgesprochen war das nicht. Heide-Marie Lübbert und Ingrid Schönfeld sind zwar ein eingespieltes Team im Teterower Seniorenbeirat und beide mögen Fisch. Beim Kochwettbewerb „Nordkurier is(s)t unterwegs“, der am Sonntag an der Stadtmühle in Teterow Station machte, hatten sie sich aber ganz unabhängig voneinander beworben. Die eine mit Hecht, die andere mit Aal. Die dritte Kandidatin, die Kalbsgulasch angekündigt hatte, traf leider an ihrem Kochstand nicht ein. Und da sich so spontan aus dem Publikum doch niemand traute, aus den schon bereitgestellten Zutaten etwas zu zaubern, sprangen schließlich Leonie Kühhass und Christian Anders vom Nordkurier-Team in die Bresche. Nicht lange und es dampfte und duftete aus diversen Töpfen. Neugierige rückten immer näher und sparten auch nicht mit dem ein und anderen Tipp.

Original Teterower Hechtsuppe

Heide-Marie Lübbert hatte einen richtigen Fan-Block um sich. Kein Wunder. Sie kochte die Original Teterower Hechtsuppe, die der Seniorenbeirat 2012 in einem Wettbewerb kreiert hatte. Sie bedauert nur, dass sich Gastronomen so gar nicht damit anfreunden können, diese Hechtsuppe auf die Karte zu nehmen. Der Aufwand sei einfach zu riesig, die Nachfrage zu gering, war die Erfahrung, die Helge Apelt von der Stadtmühle machen musste, als er es versuchte. Am Ende konnte die Hechtsuppe bei der Jury aber am meisten punkten. Obwohl alle Gerichte dicht beieinander lagen.

Ingrid Schönfeld hatte den Aal klassisch sauer zubereitet. Nach altherkömmlichen Rezept, wie sie es schon von ihrer Schwiegermutter kannte. „Mein Mann kommt aus der Feldberger Gegend, da ist Fisch – in jeder Form – bei uns schon fast Alltagsgericht“, sagt sie.

Die jungen Leute vom Nordkurier-Team machten sich indes erst einmal zwecks Rezept im Internet schlau und bekamen dann noch kräftig Kochhilfe aus dem Publikum. Katja Naumann, die in Wilsen wohnt und in Röbel arbeitet, hatte eigentlich nur mal gucken wollen. Ebenso der Teterower Werner Nottrott. Beide hatten schließlich eine entscheidende Aktie am Fleischtopf.

Halbfinale am 5. August

Am 5. August steht nun für Heide-Marie Lübbert die nächste Runde im Nordkurier-Kochwettbewerb an. Dann ist Halbfinale. „Das lass‘ ich mir doch nicht entgehen“, sagt die Teterowerin. Ob sie wieder die Hechtsuppe kocht? „Damit ich sie noch weiter in die Welt trage, sollte sie es sein“, meinte sie spontan, kann sich mit der Entscheidung aber noch ein bisschen Zeit lassen, denn aufwendig sei es vor allem, den Hecht vorzubereiten, weil das schon Zeit brauche. Einig waren sich Sonntagnachmittag die Hobby-Köche aber vor allem in einem: „Es hat sehr viel Spaß gemacht.“