Bitte um Spenden für evakuierte Mieter:

Nach Kellerbrand Rückkehr in den Alltag nicht absehbar

Teterows Bürgermeister ruft zu spenden für Geschädigte des Brandes am Neujahrstag auf. Gerettet wurden bei Evakuierung auch zahlreiche Haustiere. Hamster und Co. sind mittlerweile wieder bei ihren Besitzern.

Mia, eine Papillon-Mischlingshündin, hat die Brandnacht in der Wohnung überstanden. Sie hatte sich vor der Evakuierung versteckt. Erst tags darauf konnte die Besitzerin das Hündchen zu sich holen.
             
Eberhard Rogmann Mia, eine Papillon-Mischlingshündin, hat die Brandnacht in der Wohnung überstanden. Sie hatte sich vor der Evakuierung versteckt. Erst tags darauf konnte die Besitzerin das Hündchen zu sich holen.  

„Wie komme ich denn jetzt in meine Wohnung? Ich brauche unbedingt Sachen für mein Kind.“ Etwas ratlos wendet sich Andrea Awolin an den Polizeibeamten in ihrem Wohnhaus. Der bittet die junge Frau einen Moment zu warten, ein Mitarbeiter der Wohnungsgesellschaft würde ihr die Tür aufschließen. Frau Awolin gehört zu den 24 Mietern, deren Wohnungen nach einem Brand in der Neujahrsnacht derzeit nicht bewohnbar sind. Sie hatte das Feuer allerdings nicht erlebt. „Ich verbrachte den Silvesterabend bei Freunden auf dem Land. Mein Kind war bei seinem Vater in Thürkow. Über Facebook habe ich gegen vier in der Frühe erfahren, dass es in unserem Haus brennt“, erzählt sie. Erst vor vier Wochen sei sie hier eingezogen. Jetzt habe sie erst einmal bei Freunden Unterschlupf gefunden. Aber dringend brauche sie Kleidung und persönliche Sachen. So geht es allen, die in der Brandnacht aus dem Haus gerettet wurden und nicht mehr dabei hatten als die Sachen auf dem Leib. Constanze Kalinowski ist mit ihren Kindern Finn (8) und Felix (1 ½) evakuiert worden. Sie will von der Polizei wissen, ob denn gewährleistet sei, dass kein Unbefugter Zutritt zu ihrer Wohnung hat. „Gestern konnte hier ja jeder ein- und ausgehen.“ Der Beamte versichert, die Wohnungen hätten inzwischen neue Schlösser.

Stadtverwaltung und Wohnungsgesellschaft erörtern indes Alternativen der Unterbringung von 14 Personen, die derzeit im Hotel "Blücher" Zuflucht gefunden haben. Dort stehen in den nächsten Tagen erste Buchungen an. Zur Höhe des Schadens infolge des Brandes gibt es noch keine Angaben. Bekannt wurde aber, dass etliche Mieter finanziell in Schwierigkeiten geraten könnten, da sie über keine Versicherung verfügen, die Schadensfälle durch Feuer abdeckt. Angesichts dieses Umstandes wiederholt Bürgermeister Reinhard Dettmann seine Bitte um Spenden. Gebraucht werden Bekleidung für Kinder und Erwachsene, Bettwäsche, Handtücher und dergleichen. Entgegengenommen werden die Spenden bei der Wohnungsgesellschaft auf dem Markt.

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