Sturzverletzung beim Motorsportrennen:

Enrico Sonnenberg stirbt nach Unfall auf Bergring

Eine traurige Nachricht erschüttert die Motorsport-Anhänger in der Region.

Beim Bergringrennen am Pfingstwochenende gab es einen schweren Unfall.
Archiv Beim Bergringrennen am Pfingstwochenende gab es einen schweren Unfall.

Der Teterower Rennfahrer Enrico Sonnenberg ist an den Folgen seiner schweren Sturzverletzung vom Bergringrennen am Wochenende verstorben, wie am Freitagvormittag bekannt wurde. Tief betroffen erhielt die Familie und sein Heimatverein, der MC Bergring, die Nachricht, dass Enrico Sonnenberg in der Rostocker Universitätsklink verstorben sei.

Das Unglück hatte den Rennfahrer auf heimischer Bahn in einem Punktlauf der 500 ccm-Klasse am Sonnabend Nachmittag ereilt. Was genau zu seinem Sturz führte, ist bisher unklar. Fremdeinwirkung wird nach derzeitigem Erkenntnisstand jedoch ausgeschlossen. Nachdem innere Verletzungen an Rippen und Lungen diagnostiziert waren, wurde der Verletzte in die Uniklinik Rostock geflogen und dort noch am Abend operiert. Zwischenzeitlich musste er in ein künstliches Koma versetzt werden.

2013 wurde er Vierter im Pokalfinale

Enrico Sonnenberg wurde 35 Jahre alt und hinterlässt seine Lebensgefährtin sowie eine zweijährige Tochter. Er war seit anderthalb Jahrzehnten im Motorrennsport aktiv. Beharrlich hatte sich der Teterower in die internationale Liga hochgekämpft. Erst vor vier Wochen gelang ihm im englischen Swingfield die Qualifikation für die Grasbahn-Europameisterschaft. Auf seiner heimischen Strecke, dem Teterower Bergring, hatte Sonnenberg in den letzten Jahren immer die Finalläufe erreicht. 2013 wurde er Dritter im Lauf um das Grüne Band und Vierter im Bergring-Pokalfinale.

Der Vorsitzende des MC Bergring Teterow, Adolf Schlaak, hat umgehend Kontakt zu Enricos Lebensgefährtin und seiner Mutter aufgenommen, ihnen die tiefempfundene Anteilnahme zum Ableben des Partners und Sohnes ausgesprochen und ihnen jegliche gewünschte Unterstützung durch den MC Bergring Teterow zugesagt.

Auf dem Bergring gab es bereits zahlreiche tödliche Unfälle. Zuletzt erlag 2010 der Engländer Vincent Kinchin nach einem Sturz auf der Grasbahn seinen schweren Verletzungen.

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