Nach Gipfeltreffen:

Neue Bewegung im Basedower Denkmal-Zoff

Nach einer Strafanzeige des Denkmalschutzes gegen den Investor war der Streit um einen Hotelneubau innerhalb der Schlossanlage aus dem 19. Jahrhundert ordentlich festgefahren. Ein Landtagsabgeordneter förderte jetzt zumindest einen gewissen gemeinsamen Nenner zutage.

So sah der Pferdestall der Schlossanlage aus dem 19. Jahrhundert aus, bevor der Investor Peter Rothe den gesamten Mittelteil ohne Genehmigung abreißen lies.
Michael Bednorz So sah der Pferdestall der Schlossanlage aus dem 19. Jahrhundert aus, bevor der Investor Peter Rothe den gesamten Mittelteil ohne Genehmigung abreißen lies.

Ein eigenes Hotel für Basedow, das ist bereits ein alter Traum für die Bewohner der Gemeinde rund um die berühmte Schlossanlage aus dem 19. Jahrhundert. Bis zu 60.000 und mehr Gäste könnten es laut Bürgermeister Kurt Reinholz durchaus sein, die pro Jahr im Ort zu Besuch wären. Der Investor Peter Rothe will einen alten Pferdestall zum Wellnesshotel ausbauen und hatte dafür bereits Teile des Denkmals abgerissen. Weil er dafür keine Genehmigung hatte, erstattete der Leiter der Denkmalschutzbehörde Michael Bednorz Anzeige.

Da es dem Bürgermeister wichtig war, dass dieses Projekt wieder in die Gänge kommt, lud er die beiden Kontrahenten zu einem Gespräch ein. Die Rolle des Moderators übernahm Thomas Krüger, Landtagtagsabgeordneter der SPD. Wir er hinterher erklärte, schaffte er es, Bednorz und Rothe zumindest auf diesen gemeinsamen Nenner zu bringen: "Sie wollen beide eine Entwicklung für den Ort, sie halten die wirtschaftliche Nutzung von Denkmälern für vernünftig und sie denken, dass ein Hotelbau sinnvoll für den Ort wäre." Auch wenn das noch sehr vage klingt, bezeichnet Krüger den Dialog als konstruktiv. "Der Patt ist nun aufgelöst und man redet wieder." Alles weitere würde nun bei den Mitarbeitern der beiden Männer liegen, die nun untereinander weiterverhandeln. Die Sache mit der Strafanzeige hätte bei dem Gespräch nur eine ganz untergeordnete Rolle gespielt.

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