Brandanschlag:

Neuer Mast, alte Fragen

Es brannte lichterloh auf einem Acker zwischen Groß Bützin und Neu Heinde. Noch ist unklar, was der Brandstifter mit dem Anschlag bezweckte.

36 Stunden nach dem Brand ist ein neuer Strommast gesetzt und der Schaden an der Freileitung behoben.
Eberhard Rogmann 36 Stunden nach dem Brand ist ein neuer Strommast gesetzt und der Schaden an der Freileitung behoben.

Der Kurzschlussbügel über der Freileitung ist die Lebensversicherung der Bauarbeiter. Immerhin führen die Drähte im Normalfall eine Hochspannung von 20 Kilovolt. Doch von Normalfall kann an diesem Morgen keine Rede sein. Als die Arbeiter des Netzbetreibers edis AG in der Frühe aufkreuzen, liegt immer noch ein herber Brandgeruch in der Luft. Direkt unter einem Strommast an dem Landwirtschaftsweg liegen die ausgebrannten Karkassen von Altreifen. Gekommen sind die Arbeiter wegen des beschädigten Strommastes. Bis in fünf, sechs Meter Höhe hat sich das Feuer in das Holz hineingefressen. Stark verkohlt steht er da, noch kann er die Last der Freileitung tragen.

Die Arbeiter gehen routiniert zu Werke. Die Leitungen werden von den Isolatoren gelöst und der Mast entfernt. Dann kommt ein Erdbohrer zum Einsatz. Gut zwei Meter geht es in die Tiefe. Schließlich soll der Mast stabil und schwankungsfrei stehen. Der neue Mast ist wie der alte aus Holz. „Es muss nicht unbedingt Beton sein. Die ganze Leitung steht hier auf Holzmasten. Das ist ein haltbares Material, das wir auch weiterhin verwenden“, sagt Jörg Peters von der edis aus Demmin.

Die Ermittlungen stehen indes noch ganz am Anfang. Wer geht kurz vor Mitternacht aufs freie Feld und zündet alte Reifen an? Warum? Und warum gerade diese? Diese Fragen hat die Polizei zu klären. Die Höhe des verursachten Schadens konnte noch nicht genau beziffert werden.

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