Umstrittener Strandimbiss:

Neuer Pachtvertrag bringt Stadtvertreter auf die Palme

Immer wieder zu früh zu oder gar nicht erst auf. Der Ärger über die Zustände am Teterower Strandbad im Sommer ist längst nicht verflogen. Das Rathaus hat mit dem Pächter des Imbisses aber offenbar kein Problem. Stadtvertreter sind deshalb mächtig angefressen.

Klar, dass jetzt niemand mehr da ist, doch auch im Sommer war der Imbiss samt Toiletten am Teterower Strand oft verschlossen.
Eberhard Rogmann Klar, dass jetzt niemand mehr da ist, doch auch im Sommer war der Imbiss samt Toiletten am Teterower Strand oft verschlossen.

Massiv unter Kritik steht die Entscheidung der Stadtverwaltung Teterow, den Pachtvertrag mit der Event- und Veranstaltungs-Gesellschaft (EVA) für die Imbissgaststätte „Bootsmann“ im Naturbad aufrecht zu erhalten. „Ich bin riesig enttäuscht, dass sie das wieder machen“, sagt Heike Bartz (SPD), die als sachkundige Einwohnerin im Ausschuss Verkehr, Tourismus, Umwelt arbeitet. Auch Herwart Müller, Fraktionschef der Linken, kann über den Entschluss der Verwaltung nur den Kopf schütteln. „Was mich fuchst ist, dass EVA nur erklärt, warum dies und jenes nicht geht. Komisch, dass es in anderen Städten funktioniert.“

Unter Beschuss steht der Gaststätten-Pächter schon seit Langem. Im Sommer hatte es wiederholt Beschwerden wegen unregelmäßiger Öffnungszeiten gegeben. Das wird nicht zuletzt deshalb beanstandet, weil die Toiletten im Bad nur zu benutzen sind, wenn der „Bootsmann“ geöffnet ist. Damit nicht genug, auch die Bewirtschaftung der Burgwall-Insel durch EVA stößt vielen bitter auf.

Schwerer Stand zwischen Müritz und Ostsee

Sigrun Maibohm (UTF) hat mit dem Thema abgeschlossen. „Unsere Radtouristen treffen oft am späten Nachmittag ein. Sie bleiben meist nur eine Nacht und fragen, was man unbedingt von Teterow gesehen haben muss. Die Burgwall-Insel natürlich. Da könnte man auch traditionell und regional speisen. Doch dort ist abends dicht. Seit Langem schon schicken wir da niemand mehr hin“, berichtet die Leiterin der Jugendherberge. Sie weist darauf hin, dass Teterow neben der Müritz-Region und der Ostseeküste touristisch einen schweren Stand hat. Gerade deshalb müssten die vorhandenen Potenziale um so besser genutzt werden.

Dass es auch anders gehe, macht Mathias Schmitus deutlich. So seien die von den Rettungsschwimmern angebotenen Schwimmkurse sehr gut angenommen und von Einheimischen wie Gästen viel gelobt worden. Insgesamt kamen über den Sommer 2344 Erwachsene und 2101 Kinder als zahlende Besucher zur Badestelle. Dazu 746 Personen in Gruppen und 122 Familien. Die Einnahmen belaufen sich auf 3886 Euro. Davon wurden 556,83 Euro Aufwandsentschädigung an die EVA  gezahlt, berichtet Birgit Hohenegger aus dem städtischen Bauamt. Der Kostenanteil sei auf 15 Prozent aufgestockt worden. Auch dies stößt im Fachausschuss auf Missfallen. Kosten und Leistung stünden in keinem Verhältnis.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung